Zum Hauptinhalt springen
Clara, Ausgabe 3: Wem gehört unsere Zukunft?

Meinhard Miegel, konservativer Frontmann der Sozialstaatskritik, hat in seinem Buch »Epochenwende« das Problem des Neoliberalismus auf den Punkt gebracht: »Der Riss zwischen den Vermögenden und den weniger Vermögenden ist beängstigend breit geworden.« Das Kernproblem kapitalistischer Gesellschaften besteht mehr denn je in der wachsenden Spaltung zwischen Arm und Reich - und im weiteren Sinn zwischen armen und reichen Ländern. Schon heute leben wir in einer Herrschaft der Reichen, die die Mittelschichten deklassiert und Millionen von Menschen als »nutzlos« ausgrenzt. Die Verteilungsfrage rückt ins Zentrum.

Wir wollen die politische Achse dauerhaft nach links verschieben

Von Ulrich Maurer -

Wem gehört unsere Zukunft? Meinhard Miegel, konservativer Frontmann der Sozialstaatskritik, hat in seinem Buch »Epochenwende« das Problem des Neoliberalismus auf den Punkt gebracht: »Der Riss zwischen den Vermögenden und den weniger Vermögenden ist beängstigend breit geworden.«

Artikel lesen

Konjunktur für Krippen

Von Thomas Falkner -

Zunächst wohl, um damit zu gewinnen - oder wenigstens nicht zu verlieren. Wie derzeit die SPD. Weiter in der Logik von Schröders Agenda-Politik befangen, sieht sie sich nun von der modern denkenden CDU-Familienministerin getrieben. Sie reagiert finanzpolitisch und schadet gerade damit der Sache - wer erneut die Unternehmen entlasten will, hat eben keinen Spielraum für die Familien.

Artikel lesen

Die Linken passen zu mir

Von Marion Heinrich -

Das Fachgebiet Lebensfreude ist in der Medizinerausbildung noch nicht vorgesehen. Doch die Linksfraktion hat bereits einen - zugegeben einen selbsternannten Facharzt dieser Spezies: Dr. Daniel Rühmkorf. Der Doktortitel ist echt und die Lebensfreude erst recht. Sie ist sogar ansteckend.

Artikel lesen

Pioniere an der Küste

Von Justus Conrad -

DIE LINKE. will es anpacken: 500.000 Jobs durch öffentlich geförderte Arbeitsplätze mit Mindestlöhnen bis 2009. Ein großes Ziel und zugleich ein großer Anspruch für einen Ausweg aus Hartz IV und damit aus Armut und Entwürdigung. Kornelia Möller, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, sieht darin nicht nur eine Alternative zur Langzeitarbeitslosigkeit.

Artikel lesen

Daheim statt im Heim

Von Günter Frech -

Praktisch, rechteckig, pflegeleicht schaut er aus, der siebenstöckige Plattenbau in der Gürtelstraße 32 in Berlin zwischen Prenzlauer Berg und Weißensee. Hier soll ein Alten- und Pflegeheim sein?

Artikel lesen

Schluss mit Monopoly aus der Steckdose

Von Björn Schering -

Alle reden vom Klimaschutz. Alle wollen die Erde retten und alle überbieten sich fast mit Vorschlägen, wie umwelt- und damit klimafreundlich Energie produziert werden sollte. Erst der Katalysator, dann die Variante Erdgas- oder Elektroantrieb. Biodiesel wurde besonders gepriesen und schien bei Produktion und Verbrauch den Geldbeutel von Herstellern und Nutzern gleichermaßen zu schonen. Alles vergessen? Alles vorbei?

Artikel lesen

»Wir müssen vom Protest zur Alternative kommen«

Von Frank Schwarz -

So etwas hat es in Nordrhein-Westfalen noch nicht gegeben. Es ist das erste Mal. Bundestagsabgeordnete laden ein und die gehören zur Linksfraktion. Die Gäste, die nach Bielefeld gekommen sind, zeigen sich zunächst zurückhaltend, aber neugierig. »Ist das hier, wo die Linken auftreten?«, fragt ein Mann und schreitet in den Saal des alten Backsteinbaus im Zentrum. An der sonst kahlen Wand hängt eine Fahne, auf der »DIE LINKE.« steht.

Artikel lesen

Nach der Reform ist vor der Reform

Von Daniel Rühmkorf -

2. Februar 2007, 12Uhr. Das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung, die Gesundheitsreform der Großen Koalition, hat soeben das Parlament passiert. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt lässt die Sektkorken knallen. Die Fraktion DIE LINKE. erlebt erneut, dass die Mehrheit des Parlaments die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung ignoriert hat, ihr Antrag auf Einführung einer solidarischen Bürgerinnen- und Bürgerversicherung ist gescheitert.

Artikel lesen

Plädoyer für kostenfreies Studium

Von Nele Hirsch -

Eigentlich sind sich alle einig: Es müssen mehr Menschen den Weg an die Hochschulen finden! Im Koalitionsvertrag verständigte sich die Große Koalition auf ambitionierte Pläne: »Wir halten fest am Ziel, mindestens 40 Prozent eines Altersjahrgangs für ein Hochschulstudium zu gewinnen.« Diesen schönen Worten folgte bisher wenig. Die Bundesregierung versperrt den Zugang an die Hochschulen, statt ihn zu öffnen.

Artikel lesen

Abgehängt

Von Jens König -

Es ist fast unmöglich, in diesem Land über Armut zu reden. Man wird ständig genötigt zu betonen, dass Deutschland reich ist. Als wäre das mit der Armut dadurch einfacher. Dabei wird es nur komplizierter. Es relativiert das Problem, bis es so klein ist, dass man es nicht mehr erkennen kann.

Artikel lesen

»Geiz ist geil« beleidigt die Beschäftigten

Von Günter Frech -

Berlin Mitte, nördliches Regierungsviertel. »Moment, ich bin gleich wieder da.« Robert Pinkus stellt sein klobiges blaues Postfahrrad an der Ecke Charitéstraße/Reinhardtstraße ab. Er verschwindet mit einem Packen Briefe um die Ecke. Nach einigen Minuten ist er zurück und schiebt sein Rad ein Stück die Reinhardtstraße hinunter. »Das waren eben nur zwei Hauseingänge, da nehme ich das Rad nicht mit, das spart Zeit.«

Artikel lesen

Eine Frage der Gerechtigkeit

Von Alexander Fischer -

Wenn 100 Bundestagsabgeordnete aus vier Fraktionen zusammen eine Grundgesetz-Änderung vorschlagen, dann ist Achtung geboten. Besonders dann, wenn DIE LINKE. überhaupt nicht vertreten ist. Die Gesetzesinitiative »Generationengerechtigkeit ins Grundgesetz« will die Bhörden in Zukunft juristisch verpflichten, auf die Gerechtigkeit zwischen den Generationen zu achten. Klingt doch gut, oder? Wer ist schon dagegen, zukünftigen Generationen ein gutes Leben zu sichern?

Artikel lesen

Männer haben Träume

Von Detlef Hensche -

Vor einer Weile hatte ich einen Traum, der als Albtraum begann, doch beinahe paradiesisch endete; er könnte auch den Stoff für eine Gewerkschaftskomödie abgeben. Ich träumte: Über Nacht hatten alle Frauen das Land verlassen. Doch sie hatten die schreienden Kinder in ihren Wiegen zurückgelassen, die quengelnden Schulkinder, die ihre Schularbeiten nicht machen, den Opa im Lehnstuhl, den Großonkel im Rollstuhl und den Urahn als Pflegefall.

Artikel lesen

Ziel: Ganztagsbetreuung für alle kostenfrei anbieten

Von -

Jörn Wunderlich wurde 1960 in Gladbeck geboren und ist familienpolitischer Sprecher der Faktion DIE LINKE. Nach seinem Jurastudium kam er an das Amtsgericht Chemnitz. Als Jugend- und Familienrichter erlebte er tagtäglich Kinder und Jugendliche, die eine schwierige Startposition ins Leben hatten. Sein Credo: »Ich vertrete die Lobby derjenigen, die von diesem Staat ständig be-nachteiligt werden, die keine Chance haben. Das muss man ändern.« Jörn Wunderlich ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Artikel lesen

Wie haben Sie gestimmt?

Von Marion Heinrich -

Der Zufall wollte es, dass das Bundestagmobil im März Station in Rathenow machte. Ein Riesentruck, stets beflaggt mit zwei schwarz-rot-goldenen Fahnen. Im Selbstverständnis und Auftrag des Bundestages rollen 23 Tonnen als Werbeträger der Demokratie quer durch Deutschland, um über das Parlament und die Arbeit seiner Abgeordneten zu informieren.

Artikel lesen

Lotta Queer - Adornopreis für Judith Butler!

Von Bodo Niendel, Franziska Rauchut -

Der Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main ging in diesem Jahr an Judith Butler. Bereits die Nominierung löste eine hitzige Debatte aus. Eine Annäherung.

Artikel lesen