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Querblick, Ausgabe 11: Die Krise fegt zuerst die Frauen weg

UNO fordert Frauen in Schlüsselrollen zur Überwindung der Wirtschaftskrise
Das gehörte zu den Nachrichten der vergangenen Wochen: Abbau von 45000 Arbeitsplätzen in der Metallindustrie, unabsehbare Entlassungen im Dienstleistungsgewerbe. Die Regierungsparteien erließen in den letzten zwei Jahrzehnten Gesetze, die zu einer Vielzahl von ungesicherten und prekären Beschäftigungsverhältnissen führten.
Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise machen um kaum ein Land der Welt einen Bogen, schon gar nicht um die Frauen. Selbst die UNO rief nach der Tagung des UN-Ausschusses zur Beendigung der Diskriminierung von Frauen am 6. Februar die Regierungen auf, Frauen eine Schlüsselrolle bei der Überwindung der aktuellen globalen Wirtschafskrise zu übertragen.

Die Krise fegt zuerst die Frauen weg

Von Barbara Höll -

Das gehörte zu den Nachrichten der vergangenen Wochen: Abbau von 45000 Arbeitsplätzen in der Metallindustrie, unabsehbare Entlassungen im Dienstleistungsgewerbe. Die Regierungsparteien erließen in den letzten zwei Jahrzehnten Gesetze, die zu einer Vielzahl von ungesicherten und prekären Beschäftigungsverhältnissen führten.

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Respekt statt erhobener Zeigefinger

Von Jutta Kühl -

Fadumo Korn fordert mehr Geld für Aufklärung über weibliche Genitalverstümmelung
Frau Korn, als Autorin und Dolmetscherin engagieren Sie sich seit vielen Jahren gegen weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland und in Afrika. Worin liegt dabei Ihr Schwerpunkt?

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Mit Kind und Kegel auf dem Arbeitsmarkt

Von Gisela Zimmer -

Vom Alltag alleinerziehender Frauen
Sie sind zwischen achtzehn und Anfang dreißig. Nicht selten alleinerziehend. Ihre Gemeinsamkeit: Sie haben Kinder. Manchmal eins, manchmal zwei oder drei, manchmal ist sogar das vierte unterwegs. Was allerdings allen jungen Frauen fehlt, ist eine Ausbildung, ein Berufsabschluss oder die Berufspraxis. Laut einer Studie hat allein in Berlin mehr als die Hälfte der jungen Mütter unter 25 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung. In Brandenburg sieht es nicht besser aus. Damit ist der Teufelskreis zwischen Hartz IV und Ein-Euro-Job vorgezeichnet.

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Wie wurde er, was er ist?

Von Claudia von Geliéu -

Historische Fakten zum Frauentag
Auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen wurde 1910 auf Antrag der deutschen Genossinnen der Internationale Frauentag beschlossen. Nachdem es 1908 gelungen war, das Politikverbot für Frauen in Preußen und Bayern zu Fall zu bringen, stand nun für die Frauen das Wahlrecht auf der Tagesordnung. Da sie in Deutschland dafür weder in der SPD noch bei der bürgerlichen Frauenbewegung die notwendige Unterstützung fanden, organisierten sie sich internationale Solidarität.

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Der 8.März und ein Blick nach drüben

Von Luc Jochimsen -

Eine Geschichte über Frauen macht Geschichte
Vor 30 Jahren herrschte eine Zeit der Reformdiskussionen in der alten Bundesrepublik. Wie geht es Kindern, Schülern, Studenten, Frauen, Arbeitern? Die Lebensverhältnisse der Frauen waren ein Thema, das ich als Autorin immer wieder aufgriff. Internationale Vergleiche spielten dabei eine bedeutende Rolle. Die skandinavischen Länder waren Vorbilder für uns. Und die sozialistischen Länder auch!

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Getrennte Erfahrungen in Ost und West

Von Frank Schwarz -

Interview mit zwei Abgeordneten zum Frauentag
Was haben Sie als Kinder und Jugendliche vom Frauentag und seiner Bedeutung mitbekommen?
Ulla Jelpke (Dortmund): Als jugendliche Linke hatte ich schon bei Clara Zetkin gelesen, dass es den Frauentag gibt und dass Frauen  seit 1910 endlich auch wählen durften. Der Frauentag wurde damals bei uns in den 70er Jahren in Westdeutschland nur in geschlossenen Sälen gefeiert.

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Zeit für’s Gleichstellungsgesetz

Von Katja Haese / Jutta Kühl -

Die gemeinsame Vereinbarung mit der Wirtschaft hat ausgedient
Mit der freiwilligen »Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft« hat die Regierung ihre Handlungsfähigkeit gegen Empfehlungen eingetauscht.

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Ernüchternde Realität

Von Sabine Zimmermann -

DIE LINKE bleibt beim Ziel: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!
Immer mehr Frauen sind erwerbstätig, aber es nutzt ihnen nicht viel. »Minijobs, Teilzeit, befristete Anstellungen, die gesamte Palette der prekären Beschäftigung kommt primär der Wirtschaft zugute und geht auf Kosten der Frauen«, so das bittere Resümee der Volkswirtschaftsprofessorin Frederike Maier. Immer wieder muss ich bei solchen Zitaten an Begegnungen mit den Frauen aus verschiedenen Supermärkten denken, die über ihren Alltag berichten.

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Individuelle Rechte statt Sippenhaft

Von Kathrin Mohr -

Mindestsicherungskonzept der Linksfraktion bietet deutliche Verbesserungen für Frauen
Mit Hartz IV wurde die strikte finanzielle Beteiligung von Familienangehörigen und PartnerInnen, die es in der Sozialhilfe bereits gegeben hatte, auf alle Langzeitarbeitslosen verallgemeinert. Sippenhaft wurde zum Prinzip. 500000 LeistungsbezieherInnen verloren vor allem aufgrund der Regelungen zur Bedarfsgemeinschaft ihren Anspruch auf staatliche Unterstützung – die meisten davon Frauen.

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Bei Paula Panke in guter Obhut

Von Astrid Landero -

Erfolgreiches Berliner Projekt mit öffentlicher Beschäftigung
Klara ist an diesem grauen Berliner Morgen noch müde, als sie aufwacht und die freundlich zwinkernde Frau ihr Zimmer betritt. » Ach, Du bist ja schon da und Mami fährt bestimmt schon wieder ihre Straßenbahn.« Klaras Mutter sitzt inzwischen seit 4 Uhr morgens in ihrer Kabine und lenkt die Bahn durch das erwachende Pankow. 

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Shalom-Salam für alle

Von -

Israelische und palästinensische Frauen trafen sich in Berlin
Die Fraktion DIE LINKE hatte die Nah-Ost-Veranstaltung in der Reihe »Frauen – Frieden – Resolution 1325« lange vor dem Krieg im Januar in Gaza geplant. Umso wertvoller war es, dass  zwei Palästinenserinnen und zwei Israelinnen während des Krieges tatsächlich nach Berlin kamen, um mit uns über Friedensperspektiven und die Einbindung der Frauenbewegung auf beiden Seiten zu diskutieren.

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Editorial

Von Kirsten Tackmann -

Der Internationale Frauentag ist ja auch ein Anlass zur Bilanz: Wie weit sind wir in 90 Jahren Frauenwahlrecht gekommen im Kampf um ein Ende direkter und indirekter Diskriminierungen von Frauen, im Kampf gegen patriarchale Strukturen und für eine wirkliche Gleichstellung der Geschlechter?

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Wer schlägt hier wen?

Von Irina Modrow -

Zweifelhafte Studie sorgt in Thüringen für Aufregung
Folgt man einer Studie von Wissenschaftlern des Berliner Instituts für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung e. V. (IaIZ), dann schlagen mehr Frauen auf Männer ein als umgekehrt. Ein Gutachten zur Evaluation der Perspektiven der Frauenhausarbeit im Freistaat Thüringen soll das belegen.

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