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Querblick, Ausgabe 16: Frauen und Krieg: 10 Jahre UN-Resolution 1325

Sozialleistungen werden drastisch gekürzt und Gerechtigkeit ist Frau Merkel fünf Euro wert. In dieser Zeit der sozialen Kälte erscheint eine »querblick«-Ausgabe, die sich mit dem Thema Krieg und Geschlechterverhältnisse anlässlich des 10. Jahrestages der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates beschäftigt. Ist das nicht eine Luxusdiskussion, die von den wirklichen Sorgen ablenkt? Nein, das ist sie nicht. Denn zu den großen Sorgen der Menschen gehört die um eine friedliche Entwicklung der Welt. 

Konservative missbrauchen UN-Resolution 1325

Von Jutta Kühl -

Anfang des Jahres verblüfften zwei Unionsabgeordnete mit einer Presseerklärung. Darin drängten die beiden Politikerinnen darauf, die Forderungen der Sicherheitsratsresolution 1325, auch »Frauen, Frieden und Sicherheit« genannt, in die Afghanistan-Strategie der Bundesregierung einzubeziehen. Statt Frauen in Friedensprozesse einzubinden, wollen sie Militäreinsätze legitimieren.

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Geschlechterarbeit ist Friedensarbeit

Von Prof. Cynthia Cockburn -

Wenn die Geschlechterbeziehungen einer der ursächlichen Gründe für Kriege sind, folgt daraus, dass ein grundlegender Wandel der Geschlechterbeziehungen Teil von Friedensbemühungen sein muss.

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Frauen und Männer gemeinsam gegen den Krieg

Von Christine Buchholz -

Die einfache Bevölkerung – Frauen wie Männer – profitiert nie vom Krieg. Wir brauchen ihre Kraft in der Friedensbewegung. Theorien über Aggressivität und Männlichkeitswahn als Ursache von Kriegen lenken davon ab, dass die Befehle für den Kriegseinsatz von Männern wie Frauen der herrschenden Klasse kommen. 

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Das Ziel ist, Kriege zu verhindern

Von Johanna Bussemer -

Um zu zeigen, wie unzulänglich die Umsetzung der Resolution 1325 in Deutschland ist, veröffentlichte der Frauensicherheitsrat zwei Schattenberichte zu den Berichten der Bundesregierung. Wichtigstes Ergebnis: Ohne die Schaffung eines Nationalen Aktionsplans können die Ziele der Resolution nicht erreicht werden.

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»Frauen tragen die größte Last«

Von Ana Veselinović -

Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates soll in Serbien ein Nationaler Aktionsplan beschlossen werden, der die grundsätzlichen Aussagen der Resolution über Frauen, Frieden und Sicherheit enthalten soll. Ana Veselinović hat darüber mit der Präsidentin von »Frauen in Schwarz« in Belgrad, Staša Zajović, gesprochen, einer bekannten Aktivistin der Friedens- und Frauenbewegung im ehemaligen Jugoslawien.

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Würde es passieren, wenn es Männer wären?

Von Dr. Ute Scheub -

Die UN und ihre Mitgliedsstaaten haben nunmehr zehn Jahre Zeit gehabt, die Resolution 1325 umzusetzen. Dennoch fällt die Bilanz bislang geradezu skandalös aus. Eine Studie untersuchte insgesamt 24 Friedensverhandlungen von 1992 bis 2008 – unter anderem in Afghanistan, Bosnien, Burundi und in Uganda. In den 14 Fällen, in denen es überhaupt Daten über das Geschlecht der Verhandelnden gab, waren gerade mal 2,4 Prozent der Mitunterzeichnenden weiblich.

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Das Leid der Frauen ist in Kriegen nicht sichtbar

Von Jolanda Brett -

Ein breites Bündnis deutscher Frauenorganisationen setzt für die konsequente Umsetzung und Einhaltung der Resolution 1325 ein. Die wichtigste gemeinsame Forderung dieses Bündnisses ist die Schaffung eines Nationalen Aktionsplans, der dafür sorgen soll, dass die Vereinbarungen der Resolution in politisches Handeln umgesetzt werden.

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Gegen die Militarisierung des Lebens

Von Heike Hänsel -

Internationales Frauentreffen in Kolumbien appelliert an europäische Länder. Mehr als 1000 Frauen aus verschiedenen sozialen und politischen Organisationen Lateinamerikas, der USA und Europas diskutierten Strategien und Aktionsmöglichkeiten gegen die Militarisierung und Präsenz ausländischer Truppen in ihrem Land.

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Friedensprozesse sind langwierig

Von Kathrin Gerlof -

Kathrin Vogler, MdB, setzt auf zivile Krisenprävention als Alternative zu militärischen Lösungen. Sie hält es für eine Überlebensfrage, gewaltfreie Möglichkeiten der Konfliktlösung zu entwickeln und anzuwenden. Es gibt viele Menschen, die das heute schon wollen und tun, aber in der Politik fehlt es noch an entschiedenem Willen, die zivilen Mittel gegenüber den militärischen angemessen auszustatten und auszubauen.

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Afghanistan-Konferenz

Von -

Die Fraktion DIE LINKE veranstaltet im Januar 2011 eine Konferenz »Afghanistan von unten«. Friedensuchende und zivilgesellschaftliche Kräfte werden sich dort vernetzen und wirkliche Friedensperspektiven entwickeln können.

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Den Opfern Namen und Gesicht geben

Von -

Ein Jahr nach dem Massaker der Bundeswehr in Kundus wurde der Opfer gedacht. Bevor am Abend des 4. September 2010 in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche an die Opfer erinnert wurde, fand am Brandenburger Tor eine Kundgebung statt. Aufgerufen hatte ein sehr breites Bündnis aus Friedensbewegungen und -organisationen und den Parteien DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen.

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Editorial

Von Cornelia Möhring -

Die Autorinnen dieser Ausgabe vertreten sehr kontroverse Meinungen zum Verhältnis von Krieg und Geschlecht. Aber sie sind sich einig in der Ablehnung der Gewalt als Methode für Konfliktlösungen. Das ist eine gute Basis für unsere Debatten.

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1000 Friedensfrauen für den Nobelpreis

Von Gesine Lötzsch -

Das Projekt »1000 Friedensfrauen weltweit« entstand im Jahr 2004 mit der Idee, im Jahr 2005 eine große Anzahl von Frauen aus aller Welt – stellvertretend für hunderttausende Friedensaktivistinnen – für den Friedensnobelpreis zu nominieren. Im Jahr 2009 hat die Bundestagsfraktion DIE LINKE diesen Vorschlag aufgegriffen und beim Nobelpreiskomitee in Oslo ein weiteres Mal die 1000 Friedensfrauen nominiert.

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