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Sophie Scholl – Vorbild und Heldin zugleich

Nachricht von Amira Mohamed Ali,

Heute, am 09.05.2021, ist der 100. Geburtstag von Sophie Scholl. Zusammen mit ihrem Bruder Hans war sie Teil der Widerstandsgruppe Weiße Rose. Von der Uni München aus kämpfte Sophie Scholl als junge, mutige Frau gegen Krieg und NS-Diktatur. Dabei verfassten, druckten und verteilten die mutigen Aktivisten der Weißen Rose auf verschiedenen Wegen zunächst in der Region München selbst, später über Kuriere auch in anderen Städten, insgesamt sechs Flugblätter mit steigender Auflage. Sie wollten die Bevölkerung wachrütteln. Die Verbrechen des NS-Staates im In- und Ausland sollten ein Ende haben.

Am 18. Februar 1943 wurde Sophie Scholl beim Verteilen neuer Flugblätter in der Uni München vom Hausmeister gesehen, an die Gestapo verraten und festgenommen. Vier Tage später verurteilte der Volksgerichtshof sie, ihren Bruder und auch den Widerstandskämpfer Christoph Probst zum Tode. Noch am selben Tag wurde Sophie Scholl im Alter von nur 21 Jahren hingerichtet.

Bis heute ist Sophie Scholl Vorbild und Heldin zugleich. Ihr Mut, öffentlich gegen Krieg und NS-Faschismus zu kämpfen, muss für alle Zeit Teil unserer Erinnerungskultur bleiben. Sie war ein Lichtblick im dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte.

In der jüngeren Vergangenheit haben Verschwörungsideologen und auch einzelne Kreisverbände der AfD Sophie Scholl für eigene Zwecke missbraucht. Auch am 100. Geburtstag sei nochmal gesagt, dass es absolut inakzeptabel ist, sich selber mit Sophie Scholl zu vergleichen oder sie als Person politisch zu instrumentalisieren – insbesondere von denen, die selber Faschisten in ihren Reihen haben und an die Ideologie des Nationalsozialismus anknüpfen.

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