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Wege aus der Krise

erschienen in Clara, Ausgabe 24,

Der Star der griechischen Politik, Alexis Tsipras, besuchte Berlin und stellte Lösungen für die europäische Krise vor.

Am 22. Mai 2012 hat Alexis Tsipras, der Star des griechischen Wahl-bündnisses Syriza, die Linksfraktion besucht. Am Tag zuvor hatte er mit französischen Genossen gesprochen. In Berlin berichtete er von der aktuellen Situation in Griechenland und über die bevorstehenden Parlamentswahlen. Zudem stellte er gemeinsam mit Fraktionschef Gregor Gysi und Klaus Ernst, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, ein Sechs-Punkte-Programm zur Lösung für die fortdauernde Wirtschafts- und Finanzkrise vor.

Darin fordern sie, die Konditionen der Kredite an Griechenland neu zu verhandeln. Sie setzen sich zudem dafür ein, die Staatsfinanzen aus der Abhängigkeit der Finanzmärkte zu befreien und selbige stärker zu regulieren. Griechenland soll den Euro als Währung behalten, seiner Wirtschaft soll durch Konjunkturprogramme geholfen werden.

In Griechenland hat die Kürzungspolitik der vergangenen zwei Jahre dramatische Folgen: Die Arbeitslosigkeit stieg auf offiziell 22 Prozent an; bereits jeder zweite Mensch unter 25 Jahren ist arbeitslos. Die griechische Wirtschaft ist um fast 20 Prozent eingebrochen. Lag die Verschuldung Griechenlands zu Beginn der Krise bei rund 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), so liegt sie mittlerweile bei fast 170 Prozent des BIP.
 

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