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„Gesundheit ist keine Ware“

Von Sabine Zimmermann, erschienen in Klar, Ausgabe 42,

Die will DIE LINKE den Personalmangel an deutschen Krankenhäusern bekämpfen?

Sabine Zimmermann: Aktuell fehlen bis zu 10.000 Pflegekräfte. Die Arbeit im Krankenhaus ist sehr hart, die Arbeitskräfte leiden unter hoher Belastung. Die Fraktion DIE?LINKE fordert deshalb eine gesetzliche Personalbemessung: eine feste Regelung, für wie viele Patientinnen und Patienten eine Pflegekraft zuständig ist.

Wie wollen Sie so viele neue Pflegekräfte anwerben?

Die Attraktivität des Pflegeberufs würde mit einer verbindlichen Personalbemessung steigen. Dadurch müssten die Pflegerinnen und Pfleger keine Angst mehr haben, durch Überbelastung selbst zum Pflegefall zu werden. Außerdem arbeiten viele Pflegekräfte in erzwungener Teilzeit; wenn sie alle in Vollzeit arbeiten dürften, ergäbe sich daraus großes Potenzial. Und selbstverständlich ist eine ordentliche Ausbildung nötig mit einer ausreichenden Ausbildungsvergütung. Dafür setzt sich die Fraktion DIE LINKE ein.

Wie wirkt sich die Anzahl der Pflegekräfte auf die Qualität ihrer Arbeit aus?

Die Pflegekräfte haben dann mehr Zeit und können sich intensiver um die kranken Menschen kümmern. Denn man braucht, wenn man im Krankenhaus liegt, nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch gelegentlich seelischen Zuspruch.

Woher soll das Geld für mehr Personal kommen?

Gesundheit ist keine Ware. Für DIE LINKE gehört die Gesundheitsversorgung zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie muss sich nach dem Bedarf der Bevölkerung richten und entsprechend ausfinanziert werden.

Sabine Zimmermann ist stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE