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Kulturverboten an Karfreitag ein Ende setzen

Pressemitteilung von Jan Korte,

„Man sollte meinen, dass Briefmarkentauschbörsen, Fußballspiele, Rockkonzerte und der Film ‚Das Leben des Brian` herzlich wenig gemein haben. Was sie jedoch alle eint, sind antiquierte Verbote an Karfreitag und anderen stillen Feiertagen. Wer beispielsweise in Bitterfeld, in meinem Wahlkreis, an einem dieser Tage eine öffentliche Veranstaltung plant, muss vier bis fünf Wochen im Voraus eine Prüfung durch das Ordnungsamt beantragen. Dieses entscheidet letztendlich darüber, ob ausreichend Rücksicht auf den Charakter des Tages genommen wird und die Veranstaltung stattfinden darf. Aber eine aufgeklärte, demokratische Gesellschaft hat keinen Bedarf für staatliche Sittenwächter“, erklärt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:

 

„Die Religionsfreiheit ist ein hart erkämpftes, verfassungsmäßig garantiertes Grund- und Menschenrecht – und sie schließt das Recht auf Freiheit von Religion mit ein. Hinzu kommt, dass der Anteil an Kirchenmitgliedern in Deutschland im Jahr 2021 nach neusten Hochrechnungen auf unter 50 Prozent gefallen ist. Respekt und die Achtung von Minderheitenrechten verstehen sich von selbst. Doch es ist nicht vermittelbar, warum sich der Staat im 21. Jahrhundert die Durchsetzung christlicher Sitten- und Moralvorstellungen zur Aufgabe macht. In ihrer Konsequenz führt diese mangelnde Trennung von Staat und Kirche nämlich zu Kulturverboten, auch für diejenigen, die nicht christlichen Glaubens sind. Wir als Fraktion DIE LINKE prüfen, wie man solche Kulturverbote in Zusammenarbeit mit den für die Feiertagsgesetzgebung zuständigen Ländern beenden und wie zeitgemäße Feiertagsregelungen im Detail aussehen könnten.“

 

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