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Filmpolitik

Themenpapiere der Fraktion

Die Zukunft der Filmförderung und die Sicherung des Filmerbes bilden kulturelle Aufgaben von grundlegender Bedeutung. Die in den Archiven verwahrten Filmbestände gilt es vor dem drohenden Zerfall zu retten. Dazu müssen die nötigen Mittel bereitgestellt werden. Das Filmförderungsgesetz ermöglicht es, dass weiterhin Kinofilme in Deutschland produziert werden können. Deshalb ist die Filmförderung in unserem Lande und in ganz Europa zu Recht eine breit akzeptierte Praxis.

Zum Kulturgut Film gehört nicht allein die wirtschaftliche Unterstützung von Unternehmen, sondern auch die soziale Absicherung der dort Beschäftigten. Es ist daher nicht hinnehmbar, dass in weiten Teilen der Filmwirtschaft die Einhaltung sozialer Mindeststandards nicht als verbindliches Förderkriterium festgeschrieben ist. Das Filmförderungsgesetz ist dafür genau das richtige Instrument. Wir sagen Ja zur Förderung, aber nur bei guter sozialer Absicherung und angemessener Bezahlung der festen und freien Beschäftigten.

Der Film ist mehr als eine Ware. Er ist ein besonderes kulturelles und ästhetisches Gut. Es geht daher auch um die Bewahrung der kulturellen Vielfalt und die Entwicklung und Stärkung der kreativ-künstlerischen Qualität. Dringend notwendig ist es, mehr Mittel in die Drehbuchentwicklung und Produktionsvorbereitung zu investieren und die künstlerischen Urheberinnen und Urheber in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Autoren wie auch Regisseure müssen mehr am Erfolg der Filme beteiligt werden, um ihre wirtschaftliche Basis und Unabhängigkeit zu stärken.