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Ulrich Maurer über Gier und Angst an den Finanzmärkten

Nachricht von Ulrich Maurer,

Das Handelsblatt sieht in seiner Ausgabe vom 10. Juli 2007 dunkle Wolken am Horizont der internationalen Finanzmärkte aufziehen. Die Hauptgefahr liege in der Explosion der Kreditschöpfung durch die Banken über die „Wunderwaffe“ Kreditderivate. Deren Volumen sei seit 1998 um den Faktor 16.000 auf jetzt 3 Billionen Dollar nach oben geschnellt.

Die Märkte säßen auf der "größten Liquiditätswelle aller Zeiten". Während die weltweite Wirtschaftsleistung in 10 Jahren um 52% gestiegen sei, sei die Steigerung beim Aktienwert zehn Mal so hoch. Allein China und die Ölstaaten würden Jahr für Jahr zusätzlich 2,5 Billionen Dollar an Devisenreserven in die Finanzmärkte pumpen und damit die Vermögenspreise nach oben treiben.

Der Autor des Beitrags („Das Ende der großen Welle“), London-Korrespondent der Zeitung, zieht Parallelen zur Depression der 30-er Jahre. „Gefährlichen Krisen ging meist ein langer Wirtschafts- und Finanzboom mit einer kräftigen Ausweitung der Kreditvergabe und schnell steigenden Preisen von Vermögenswerten voraus.“ Auch heute könnte "die Liquiditätswelle über Nacht versiegen".

Umverteilung von unten nach oben, Renditejagd der privatisierten Altersversorgungssysteme, Explosion der Vermögen der oberen Zehntausend, Wildweststrukturen der Private Equities und Hedgefonds. Kurzum: Der Vermögenskapitalismus ist die eigentliche Ursache, er wird zur akuten Gefahr für die Weltwirtschaft.

"Gier und Angst sind noch immer die entscheidenden Determinanten der Kapitalmärkte". Dies steht im Sprachrohr der Unternehmer. Besser kann die moralische Qualität des Kapitalismus nicht beschrieben werden.

DIE LINKE und ihre Bundestagsfraktion arbeiten seit Längerem exakt an diesen Problemen und unterbreiten Vorschläge zu ihrer Lösung. Im Unterschied zu allen anderen Parteien.

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