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Bärenstarker Auftakt der Sommertour

Im Wortlaut von Jan Korte,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.


Jan Korte (l.) überreicht einen Scheck über 400 Euro an die Kinderstadt Bärenhausen

 

Sommer im Wahlkreis, das heißt natürlich auch bei mir wieder Sommertour durch den Wahlkreis. Bereits seit meinem Einzug in den Bundestag im Jahr 2005 geht es jeden Sommer kreuz und quer durch den Wahlkreis Anhalt, um bei Vereinen, Initiativen, Institutionen und vor allem immer ganz nah bei den Bürgerinnen und Bürgern der Region zu sein.

Den Auftakt für die 10-Tage-Tour in diesem Jahr gab es gestern in der Saalestadt Bernburg, wo zahlreiche Termine auf dem Programm standen. Ein besonderes Highlight war dabei der Besuch in der Kinderstadt Bärenhausen. Bereits 2009 war ich während meiner Sommertour hier zu Gast. Seitdem bestehen enge Beziehungen zu den Machern dieses beeindruckenden Projektes. Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren können hier eine Woche lang das Leben der Erwachsenen in einer kleinen Stadt selbst nachempfinden. Von verschiedenen Gewerken, über eine eigene Polizei und ein Arbeitsamt, bis hin zum Rathaus - auch ein Bürgermeister wird gewählt - ist hier fast alles wie im wahren Leben. Die Stiftung Evangelische Jugendhilfe führt dieses Projekt bereits seit 2008 mit stetig steigenden Besucherzahlen immer in den Sommerferien durch und bietet somit auch Kindern aus Familien mit geringem Einkommen ein besonderes Sommererlebnis mit nachhaltigen Nutzen. Bereits für einen Euro pro Tag können die kleinen sich nämlich im Leben der Großen ausprobieren.

Gleich 360 kleine Bernburgerinnen und Bernburger wollten am Eröffnungstag dabei sein und bereiteten mir und meinem Team einen großen Empfang. Viel Applaus gab es da vor allen Dingen für den Scheck der Bundestagsfraktion, den ich mit dabei hatte. Mit 400 Euro unterstützen wir die Kinderstadt in diesem Jahr. Geld, das bitter nötig ist in Zeiten, in denen Kommunen bei den freiwilligen Leistungen immer mehr streichen müssen. Bernburg ist da keine Ausnahme, und so bekommt auch die Kinderstadt, die sich übrigens nach dem Bären aus dem Wappen der Saalestadt benannt hat, in jedem Jahr weniger Zuschüsse. Auch der jährliche Spendenaufruf brachte leider auch nicht die erhofften Geldsegen, wie Projektleiter Frind vor Ort berichtete, wodurch es Jahr für Jahr ein größerer Kraftakt wirkt, dieses umfangreiche Programm auf die Beine zu stellen. Nachdem es bereits im letzten Jahr Geld von der Bundestagsfraktion gab, war ich froh, auch in diesem Jahr nicht mit leeren Händen kommen zu können.

Was in diesem Jahr alles so geboten wird, durfte ich bei einer ausführlichen Führung durch die Kinderstadt erfahren. Caroline Koller, in den letzten Jahren mehrfach stellvertretende Bürgermeisterin in Bärenhausen, konnte mir viele Neuerungen zeigen. Wer in diesem Jahr Stadtoberhaupt wird, sollte sich übrigens erst am nächsten Tag entscheiden. Bernburgs echter OB Schütze gratuliert dem Oberhaupt der Kinderstadt traditionell am zweiten Tag zu seiner Wahl. Interessante Parallele übrigens: Die erwähnte Caroline Koller ist die Tochter des wirklichen stellvertretenden OBs der Saalestadt.

Dank der zahlreichen Kinder und den engagierten Mitstreiter der Stiftung wurde mir und meinem Team wieder ein beeindruckender Besuch geboten. Bleibt zu hoffen, dass auch zukünftig viele Förderer von der Qualität dieses Projekts überzeugt werden können.

Von Jan Korte

linksfraktion.de, 15. Juli 2011

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