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Ein Pfleger schiebt in einem Krankenhaus einen Patienten im Rollstuhl durch einen Flur mit einem Schild Notaufnahme an der Wand © iStock/upixa

Lauterbachs bürokratische Erbsenzählerei

Nachricht von Amira Mohamed Ali, Dietmar Bartsch, Jan Korte,

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will den geplanten Pflegebonus nur an einen eng begrenzten Kreis von Pflegekräften zahlen. "Der Pflegebonus sollte vor allem Pflegekräften bezahlt werden, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dafür erntet er von vielen Seiten Unverständnis und Kritik.



"Statt die Pflege in der Dauerkrise zu unterstützen, spaltet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Belegschaft mit seiner bürokratischen Erbsenzählerei", entgegnet Jan Korte: "Für das Pflegepersonal ist diese Pandemie eine unglaubliche Belastung, von der Intensivstation bis zum mobilen Pflegedienst. Sie alle haben nicht nur einen Bonus verdient, sondern auch Respekt und Einsatz des Bundesgesundheitsministers. Statt das Personal zu demotivieren, sollte Lauterbach sich jetzt zuerst darum kümmern, die miesen Arbeitsbedingungen und die Personalknappheit in den Krankenhäusern zu bekämpfen, damit dort in Zukunft überhaupt noch jemand arbeiten will."

Dietmar Bartsch wendet sich direkt an den Minister: "Lieber Karl Lauterbach, statt beim Pflegebonus zu geizen, mindestens 10.000 Euro Rückkehrprämie für ehemalige bzw. Bonus für aktuelle Pflegekräfte! Die Arbeitsbedingungen aller Pflegeberufe umgehend radikal verbessern! Begrenzen sollte die Ampel Aufrüstung und öbszönen Reichtum", schreibt der Fraktionsvorsitzende.

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