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Arbeit darf nicht krank machen, Beschäftigte jetzt wirksam schützen!

Im Wortlaut von Jutta Krellmann,

Am 28. April findet der Aktionstag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz statt. Dieser wurde 1984 von der internationalen Arbeiterorganisation (engl. International Labour Organisation ILO) ins Leben gerufen. 

Mangelhafter Gesundheitsschutz bei der Arbeit ist leider auch hierzulande ein drängendes Problem. Die dramatischen Konsequenzen hat uns die Corona-Pandemie schonungslos vor Augen geführt. Viele haben sich bei ihrer Arbeit mit dem gefährlichen Virus infiziert, weil sie nicht ausreichend geschützt waren. Auch unabhängig von Corona ist die Lage ernst: Allein auf dem Bau gab es 2020 jede Woche zwei Tote zu beklagen. Immer mehr Beschäftigte brennen regelrecht aus: Die Zahl der Krankentage aufgrund von psychischen Belastungen hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Tausende ausländische Beschäftigte schuften ohne Sozialversicherung auf Deutschlands Feldern. 

Jeder Mensch sollte sicher und gesund bis zur Rente arbeiten können. Als Fraktion DIE LINKE im Bundestag haben wir gute Vorschläge, um für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen. Sie stehen in unserem Positionspapier „Für einen aktiven und wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz“.

Viele Arbeitgeber drücken sich um ihre Pflicht, für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen und der Staat lässt sie weitgehend gewähren. Die Aufsichtsbehörden wurden kaputtgespart und sind chronisch unterbesetzt. Mittlerweile wird jeder Betrieb durchschnittlich nur alle 25 Jahre kontrolliert. Starke Betriebsräte verbessern das Schutzniveau, aber nur noch 40 Prozent aller Beschäftigten werden von einem solchen vertreten.  

Als Fraktion DIE LINKE fordern wir ein konsequentes Umsteuern: Die Durchsetzung menschengerechter Arbeitsbedingungen muss staatliche Kernaufgabe werden, gleichzeitig müssen Beschäftigte mehr mitreden können. 


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