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Zukunftsinvestitionen für Opel

Pressemitteilung von Ulla Lötzer,

"Es ist ein wichtiger Teilerfolg für die Betriebsräte und die IG Metall, dass im heute beschlossenen Sanierungskonzept für Opel keine Werksschließungen festgeschrieben sind. Ansonsten gibt es jedoch wenig Anlass zur Freude, da die Beschäftigten ohne eine klare, über das Jahr 2016 hinaus reichende Standortzusage für Opel Bochum weiter mit der Angst um ihren Arbeitsplatz leben müssen", erklärt Ulla Lötzer, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE zu den Ergebnissen der heutigen Aufsichtsratssitzung bei Opel. Lötzer weiter:

"Mit der teilweisen Öffnung der Opel bislang verschlossenen außereuropäischen Märkte haben die Beschäftigten dem Management eine wichtige Zusage abgerungen. Dennoch wird mit der heute vom GM- Management vorgestellte Investitions- und Produktstrategie für Opel allenfalls Zeit gewonnen. Denn angesichts der Überkapazitäten bei der weltweiten Automobilproduktion wird eine längerfristige Perspektive und Sicherung der Arbeitsplätze auch in Bochum nur möglich sein, wenn auch ökologisch zukunftsfähige Wege beschritten werden.

Ressourcenknappheit und Klimaschutz erfordern neue Mobilitätskonzepte. Opel kann in dem herrschenden Verdrängungswettbewerb langfristig nur bestehen wenn das Unternehmen zu einem Mobilitätskonzern umgebaut wird. Wie wichtig in diesem Zusammenhang eine Ausweitung der Mitbestimmung auf wirtschaftliche Angelegenheiten ist, zeigt das Ergebnis der heutigen Aufsichtsratssitzung: Ohne das Beharren der IG Metall und der Betriebsräte auf Zukunftsinvestitionen wäre Opel von GM wahrscheinlich schon heute mit einer reinen Kostensenkungsstrategie vor die Wand gefahren worden."

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