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Rekord-Außenhandelsüberschuss auf Kosten der Beschäftigten

Pressemitteilung von Michael Schlecht,

"Wir brauchen eine massive Stärkung der Binnennachfrage, vor allem durch höhere Löhne. Das würde zu mehr Importen führen und die deutsche Außenhandelsbilanz ausgleichen. Dies befürwortete jüngst auch der ehemalige US-Notenbankchef Ben Bernanke. Nur die Bundesregierung stellt sich stur", kommentiert Michael Schlecht die Außenhandelszahlen für Januar und Februar 2015. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Deutschland steuert in diesem Jahr erneut auf einen Rekord-Außenhandelsüberschuss zu. In den ersten zwei Monaten des Jahres sind die Exporte dreimal so schnell gestiegen wie die Importe. Deutschland ist damit in zunehmendem Maße eine Gefahr für die wirtschaftliche Stabilität in der Eurozone und der ganzen Welt.

Für die Beschäftigten in Deutschland sind die aktuellen Zahlen keine gute Nachricht. Erkauft wurde der wachsende Außenhandelsüberschuss durch die viel zu geringen Lohnsteigerungen in den letzten 10 bis 15 Jahren. Die durchschnittlichen Reallöhne liegen heute gerade einmal auf dem Niveau des Jahres 2000. Wir haben es also mit einem verlorenes Jahrzehnt für die allermeisten Beschäftigten zu tun.

Für höhere Löhne muss deshalb jetzt die Durchsetzungsmacht der Gewerkschaften gestärkt werden. Ein Verbot der Leiharbeit und des Missbrauchs von Werkverträgen sowie die Beschränkung von Befristungen auf wenige sachgrundbezogene Ausnahmen sind nur einige der dazu erforderlichen Schritte."

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