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Politik darf nicht auf Zukunftskonzept für Opel warten

Pressemitteilung von Herbert Schui,

"Der Bundeswirtschaftsminister verlangt ein Zukunftskonzept für Opel, hat aber selbst keines", kritisiert Herbert Schui. "Opel muss das sparsame Auto der Zukunft entwickeln. Dazu brauchen wir öffentliche Kontrolle, um das GM-Management von einer Kürzungsorgie abzuhalten."

"Die Entwicklung des sparsamen Autos der Zukunft erfordert massive Investitionen und die Kooperation mit anderen Herstellern. Die Kapitalseite steht dem im Wege. Sie will kurzfristig die Renditen sicherstellen und dafür Investitionen und Lohnkosten drücken. Die Hersteller liefern sich einen Verdrängungswettbewerb, anstatt zu kooperieren. Deshalb muss der Renditegier der Shareholder die Kontrolle der Belegschaft und der Politik entgegengesetzt werden.

Opel muss zum Mobilitätsunternehmen werden und neben Autos andere Verkehrslösungen anbieten. Nur dann lassen sich die Überkapazitäten der Branche ohne Jobabbau auflösen. Ein von der Belegschaft als Anteilseigner mitbestimmter und von der Politik kontrollierter Automobilsektor kann den Klimaschutz voranbringen. Der Bundeswirtschaftsminister sollte nicht auf ein Management warten, dem das Wasser bis zum Hals steht. Er muss ein Konzept entwickeln. Dabei kann er sich auf die Kompetenz der Belegschaft stützen."

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