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Glos ist ein schlechter Anwalt der Airbus-Beschäftigten

Pressemitteilung von Herbert Schui,

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat weder eine Antwort auf den Kapitalbedarf noch auf den Entwicklungsbedarf bei Airbus Deutschland, kritisiert der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Herbert Schui, anlässlich des heutigen Treffens von Glos mit der Spitze des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. Schui fordert eine staatliche Sperrminorität bei EADS:

Der Bundeswirtschaftsminister ist den Airbus-Beschäftigten ein schlechter Anwalt, wenn er Werksverkäufe nicht ausschließt und den geplanten Stellenabbau mitträgt. Aber auch in der Industriepolitik ist Glos keine große Hilfe, denn er überlässt DaimlerChrysler die Geschäftsführung der EADS-Tochter.

Airbus hat zwei Probleme. Der Konzern braucht Kapital und er droht die Entwicklung von Kohlenfaserwerkstoffen zu verpassen. Auf beide Probleme hat Glos keine Antwort. Kapital holt man sich üblicherweise von Investoren, und nicht bei den Beschäftigten. Deswegen muss eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden.

DaimlerChrysler hat Airbus nicht gefördert. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat darauf völlig zu Recht hingewiesen. Deswegen muss der Staat bei Airbus einsteigen und Forschung und Entwicklung vorantreiben. DIE LINKE. hat im Bundestag einen Antrag auf eine staatliche Sperrminorität bei EADS eingebracht.

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