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Gewinneinbrüche dürfen nicht zu Lohneinbrüchen führen

Pressemitteilung von Herbert Schui,

"Die Unternehmen werden versuchen, Gewinneinbrüche an die Belegschaft weiterzugeben", warnt Herbert Schui angesichts der Berichte über sinkende Konzerngewinne. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE fordert: "Die Bundesregierung muss verhindern, dass die Gewinneinbrüche zu Lohneinbrüchen führen." Schui weiter:

"Die Unternehmen haben die Belegschaften um den Aufschwung betrogen. Seit 2000 sind die Kapitaleinkommen real um 165 Milliarden Euro gestiegen, die Arbeitseinkommen dagegen um 50 Milliarden Euro gesunken.

Laut Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg schwächeln jetzt die Gewinne der großen Konzerne - allerdings auf Rekordniveau. Die Kapitalmärkte verlangen Restrukturierungsprogramme, um die irrsinnigen Gewinnmargen zu halten, also Jobvernichtung und Lohndrückerei. Inzwischen zeigt sich, dass die Unternehmen schon mehr Stellen streichen, als sie schaffen. In der haltlosen Renditejagd droht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach den Reallohnverlusten der letzten Jahre nun auch noch der Arbeitsplatzverlust.

Die Bundesregierung muss gegensteuern. Sie muss für höhere Löhne sorgen. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre ein gesetzlicher Mindestlohn. Weiter muss sie die entstandenen prekären Jobs sicher machen, durch einen besseren Kündigungsschutz. Drittens muss der Staat investieren, wenn die Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren."

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