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Fernsehen als reine Geldbeschaffung

Pressemitteilung von Lothar Bisky, Lukrezia Jochimsen,

Zum Verkauf des Fernsehkonzerns Pro Sieben Sat1 erklären Lothar Bisky, medienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. und Luc Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:

Gutes Fernsehen ist an den Bedürfnissen seiner Zuschauerinnen und Zuschauer und nicht primär an Profitmargen der Investmentfonds orientiert. Dies ist beim Verkauf von Pro Sieben Sat 1 mal wieder nicht der Fall. Nach nur drei Jahren hat der Finanzinvestor Haim Saban seinen im Sommer 2003 für 525 Millionen Euro erworbenen Anteil an dem Münchner Fernsehkonzern Pro Sieben Sat.1 mit großem Gewinn versilbert. Neue Eigentümer sind die beiden Beteiligungsgesellschaften Permira und KKR. Der Kaufpreis soll bei mehr als 3 Milliarden Euro liegen. Geplant ist, den Münchner Sender mit der in Nord- und Osteuropa tätigen Sendergruppe Scandinavian Broadcasting System (SBS) zu vereinen.

Ein langfristiges Engagement der Investoren Permira und KKR ist allerdings nicht zu erwarten, denn sie verkaufen Unternehmen in der Regel nach wenigen Jahren weiter: Im Falle von Pro Sieben Sat.1 und SBS dann mit noch höherem Gewinn.

So verkommt Fernsehen zur reinen Geldvermehrungsmaschinerie. DIE LINKE. lehnt ein solches Finanz-Monopoly auf dem europäischen Fernsehmarkt ab.

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