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Der Staat braucht eine Sperrminorität bei EADS

Pressemitteilung von Herbert Schui,

Um die angedeuteten Massenentlassungen bei Airbus in Deutschland zu vermeiden, muss die Bundesregierung aktiv werden und eine Sperrminorität anstreben. Die Beschäftigten des Konzerns dürfen nicht für Fehler des Managements bezahlen, fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Herbert Schui:

Es ist an der Zeit, gemeinsam mit anderen europäischen Regierungen eine staatliche Sperrminorität bei EADS zu erlangen. In einem ersten Schritt sollte der deutsche Staat die Anteile in Höhe von 7,5 Prozent übernehmen, die DaimlerChrysler abstoßen möchte. Nur so kann Beschäftigung dauerhaft gesichert und ausgebaut werden. Andernfalls werden durch das geplante „Power 8“-Programm tausende Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren und für Fehler büßen, die andere gemacht haben.

Eine Restrukturierung des Konzerns auf Kosten der Beschäftigten kommt nicht in Frage. Zur Krise ist es bei Airbus nicht deshalb gekommen, weil die Beschäftigten schlechte Arbeit geleistet haben, sondern weil das Management eklatante Fehler begangen hat. Die Produktionsprobleme beim A380 und die Konstruktionsprobleme beim A 350 haben Airbus zurückgeworfen. Sie bilden nun die Rechtfertigung dafür, den Konzern nach neoliberalem Schema umzugestalten, ganze Produktionen auszulagern und Standorte zu schließen. Das muss ein Ende haben. Die öffentlichen Gelder, die bisher schon an den Konzern geflossen sind, verpflichten die Bundesregierung zum Eingreifen.

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