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Bundesregierung muss sich stärker für ein Ende der Todesstrafe einsetzen

Pressemitteilung von Zaklin Nastic,

„Dass die Welt der Todesstrafe zunehmend den Rücken kehrt und der Kreis derjenigen Staaten, die auf die Todesstrafe verzichten, größer wird, ist eine wichtige Entwicklung. Wenn aber dennoch nur ein Drittel der Weltbevölkerung in Staaten lebt, die nicht hinrichten, ist das ein nicht hinnehmbarer Zustand. Darüber hinaus ist es skandalös, dass die USA 2018 zum zehnten Jahr in Folge der einzige Staat auf dem amerikanischen Kontinent sind, der Todesurteile vollstreckt hat und zeigt die Doppelmoral des Westens, wenn es um Menschenrechtsdiskurse geht“, erklärt Zaklin Nastic, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des aktuellen Berichts von Amnesty International über die Todesstrafe. Nastic weiter:

„Neben China zählen Iran, Saudi-Arabien, Vietnam und Irak zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen im Jahr 2018. Aber die Bundesregierung liefert unbekümmert weiter Waffen an Saudi-Arabien, das ist an Zynismus und Verlogenheit nicht zu überbieten.

Die Fraktion DIE LINKE setzt sich seit jeher für ein Ende der Todesstrafe weltweit ein. Die Bundesregierung muss sich insbesondere gegenüber Regierungen, mit denen sie wie mit der US-Regierung eng kooperiert, mit Nachdruck dafür einsetzen, dass sie auf ein Ende der Todesstrafe hinwirkt und den Einsatz besonders qualvoller Methoden mit sofortiger Wirkung verbietet.“

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