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"Was nützt uns die Panzerfaust, wenn uns die Muffe saust - wir wollen nach Haus!"

Im Wortlaut von Heidrun Dittrich,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.

Demo gegen Kriegsgala: Heidrun Dittrich (Dritte von links)
    Am 8. Juli demonstrierten in Hannover Hunderte von Menschen gegen Krieg und Militarismus. Anlass war das "38. Sommerbiwak", eine jährlich stattfindende Gala-Veranstaltung, der in Niedersachsen stationierten 1. Panzerdivision der Bundeswehr im hannoverschen Stadthallen-Garten mit 5000 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft.   Die 1. Panzerdivision ist die Leitdivision der Bundeswehr im Afghanistankrieg.   Fast 5000 Soldatinnen und Soldaten hat die 1.Panzerdivision derzeit im Krieg am Hindukusch stationiert, wo es täglich zu mehr Opfern unter Zivilisten und Soldaten kommt.   "Was nützt uns die Panzerfaust, wenn uns die Muffe saust - wir wollen nach Haus!", sangen die Kriegsgegner auf der Demo in Hannovers Innenstadt. "Zwei Drittel der Bundesbürger sind gegen diesen Krieg", so Heidrun Dittrich, "der Afghanistankrieg dauert jetzt zehn Jahre - der Versuch, humanitäre Ziele mit Waffen zu erzwingen, ist gescheitert."    Das Militärfest der 1. Panzerdivision in Hannover mit Fackelmarsch, Totenfeier und Bauchtanz unter Goethes Motto "Orient und Okzident" ist ein zynischer Versuch der Legitimation des Tötens und Sterbens am Hindukusch und anderen Schlachtfeldern.    "Es geht bei diesen neuen internationalen Kriegseinsätzen der Bundeswehr nicht um Demokratie, Menschenrechte oder die Befreiung von Frauen", so Heidrun Dittrich weiter. Das zeige auch deutlich die deutsche Lieferung von 200 Leopard-Panzern an Saudi-Arabien - einer der widerwärtigsten Diktaturen im Nahen Osten. Diese Waffen werden zur Niederschlagung der Demokratiebewegung eingesetzt.    Es geht um Profit und die Stabilisierung von Einflusszonen von Banken und Konzernen: Es geht um Macht! Dafür wird Krieg gegen die Bevölkerung in Afghanistan geführt. Dafür werden junge Deutsche wieder in den Tod geschickt. Wir sollen wieder an Krieg gewöhnt werden!"   Deswegen gibt es keinen Grund zur Feier mit der Panzerdivision - Die LINKE tritt ein für den sofortigen Rückzug der Truppen! 

linksfraktion.de, 8. Juli 2011

Zur Übersichtsseite der Reihe Sommer im Wahlkreis

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