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Ohne Tutu zum Meistertitel

Im Wortlaut von Katrin Kunert,

Die Frauen von Turbine Potsdam sind erneut deutsche Fußballmeisterinnen geworden

Von Katrin Kunert, sportpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Turbine Potsdam war in der DDR sechsmal Republikmeister. Trainer Bernd Schröder will nach dem fünften Deutschen Meisterschaftstitel noch ein Jahr dranhängen. Sechs Mädels aus Potsdam stehen im Kader der Nationalmannschaft für die Frauenfußball-WM 2011.

Und ich übertreibe überhaupt nicht, wenn ich sage, der Frauenfußball in Deutschland wurde durch die Potsdamerinnen geprägt. Sie haben den dritte Deutsche Meisterschaft in Folge nach Hause geholt und sich zum 40. Vereinsjubiläum selbst das schönste Geschenk gemacht. Kulisse des Meisterschaftsspiel war das heimische Karl-Liebknecht-Stadion.

DIE LINKE gratuliert ganz herzlich zu diesem Erfolg und drückt für die Spiele im DFB-Pokal am 26. März und in der Champions League fest die Daumen.

Am meisten aber freuen wir uns auf die Fußball-WM im eigenen Land. Die Begeisterung im Vorfeld der Weltmeisterschaft in den Vereinen und an Schulen ist riesig. Vielerorts werden Schul- oder Vereinsturniere stattfinden und die Kleinen werden in Sachen Kampfgeist, Spielfreude und Teamgeist den Großen in Nichts nachstehen.

Sepp Herberger meinte seiner Zeit, Fußball sei eine Kampfsportart und für Frauen nicht geeignet. Was für eine Arroganz. Theo Zwanziger sagte erst kürzlich im Sportausschuss des Bundestages sinngemäß: Frauen tanzen den Ball, Männer spielen ihn. Also freuen wir uns auf das Tanzfestival im Sommer.

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