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Krisengewinner zur Kasse bitten!

Nachricht von Dietmar Bartsch, Fabio De Masi, Sahra Wagenknecht,

Während die einen in Kurzarbeit sind, ihre Jobs verloren haben und um ihre Existenz bangen müssen, hat die Corona-Krise die Superreichen weltweit noch reicher gemacht. Neue Berechnungen der Beratungsfirma PwC und der Schweizer Großbank UBS zeigen: Das Gesamtvermögen von mehr als 2000 Dollarmilliardären weltweit stieg bis Ende Juli auf den Rekordwert von rund 10,2 Billionen Dollar (8,7 Billionen Euro). 

Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, betont: „Die Bundesregierung befördert durch ihre Politik das Auseinanderdriften der Gesellschaft. Und natürlich würde Schwarz-Rot nach der Bundestagswahl erneut Krisengewinnler verschonen und die Bevölkerungsmehrheit zur Kasse bitten. Wir brauchen deshalb eine einmalige Vermögensabgabe, wie sie im Grundgesetz vorgesehen ist, und eine große Steuerreform.“

Fabio De Masi, Finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt: „Viele Menschen kämpfen in Deutschland im Winter um ihre Existenz. Das Vermögen der deutschen Superreichen wuchs hingegen um fast 20 Prozent. Diese Corona-Party ist nicht das Ergebnis von Leistung sondern von Besitz. Die Krisengewinner, die etwa Aktienpakete von Onlinehändlern oder Pharmakonzernen halten, müssen endlich zur Kasse gebeten werden. Wir brauchen eine Vermögensabgabe für Milliardäre und Multimillionäre bei hohen Freigrenzen für Betriebsvermögen. Die digitalen Geschäftsmodelle von Amazon & Co. müssen durch eine Besteuerung von Finanzflüssen in Steueroasen abgeschöpft werden! Sonst droht mit der Schuldenbremse der Kürzungshammer nach der Wahl.“

Finanzexpertin Sahra Wagenknecht kommentiert: „Das GroKo-Krisenmanagement zerreisst unser Land: Wachsende Armut treibt immer mehr Menschen zur Tafel, während Vermögen deutscher Milliardäre trotz der Coronakrise von 500 auf knapp 600 Milliarden US-Dollar anschwillt. Eine Vermögensabgabe für Superreiche ist überfällig!“