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Impfbereitschaft ist auch eine soziale Frage

Nachricht von Jan Korte,

Steigende Inzidenzen insbesondere durch die Verbreitung der Delta-Variante wecken bei vielen Menschen Sorge vor einer vierten Corona-Welle im Herbst. Dennoch sinkt das Impftempo. Insgesamt sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun 45,8 Millionen Menschen oder 55,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Mindestens die erste Impfung haben 52 Millionen Menschen oder 62,5 Prozent der Bevölkerung erhalten.

„Die Impfbereitschaft ist auch eine soziale Frage“, erklärt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. „Es ist eindeutig: Je geringer das Einkommen und je höher die Armut, desto geringer die Impfquote. Kurzfristig muss daher mit mobilen Teams, mit den Sozialverbänden, den Sozialstationen und aufsuchenden Angeboten in betreffende Gegenden gegangen werden.

Der Staat hat diese Menschen seit Jahren im Stich gelassen, sie nicht gesehen oder ihnen die Leistungen gekürzt. Daher gibt es kaum Vertrauen in die dumpfen Appelle der Regierung. Es ist jetzt dringend erforderlich, vor Ort aktiv zu werden, eine regionalisierte Impfkampagne zu fahren und einen sozialen Impfgipfel mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und Bürgermeistern einzuberufen. Damit kann die Regierung übrigens auch zeigen, dass ihnen die Menschen, die fast nichts haben, nicht völlig egal sind.“