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Goodbye London, Olá Rio!

Nachricht von Katrin Kunert, Ilja Seifert,

Es sollten die größten und besten Paralympischen Spiele aller Zeiten werden. Die sportpolitische Sprecherin, Katrin Kunert und der behindertenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Ilja Seifert, hatten die Gelegenheit, die 14. Paralympischen Sommerspiele in London zu besuchen und sich selbst ein Bild davon zu machen, ob dieses Ziel erreicht wurde.

Katrin Kunert (links), Ilja Seifert (vorn) und sein Mitarbeiter André Nowak waren mit einer Delegation des Sportausschusses in London

 

„Zunächst möchte ich auch im Namen der Fraktion allen Athletinnen und Athleten herzlich gratulieren! Egal ob Medaillengewinn, persönliche Bestleistung oder das Dabeisein, alle haben großartige Leistungen gezeigt“, sagt Katrin Kunert. Weiter berichtet sie: „Die Stimmung in den Wettkampfstätten und dem Paralympischen Dorf war überwältigend. Die Zuschauertribünen waren voll und man hatte nicht das Gefühl, dass die Paralympischen Spiele nur ein Anhängsel der einige Wochen zuvor beendeten Olympischen Spiele sind. Im Gegenteil: Wir wurden in London mit dem Slogan begrüßt, der sich an die vorangegangen Spiele richtete: Danke fürs warm machen! Das Organisationskomitee hat hervorragende Arbeit geleistet, und es war augenscheinlich eine gute Entscheidung, beide Veranstaltungen aus einer Hand zu organisieren.“

Auch Ilja Seifert spricht mit Begeisterung über seinen Besuch in London: „Diese Paralympischen Spiele haben gezeigt, dass der Behindertensport auf einem sehr guten Weg ist. Die Gesellschaft ist offener geworden und den gezeigten Leistungen wird sportliche Achtung gezollt. Sportsgeist und Fairness waren vor Ort praktisch spürbar. Dennoch gibt es natürlich noch eine Menge zu tun. Für Barrierefreiheit muss sowohl in den Köpfen der Menschen als auch in der Infrastruktur vieler Regionen noch geworben werden. Und auch die Medaillenprämien für die deutschen Athletinnen und Athleten zeigen, dass wir von einer tatsächlichen Gleichbehandlung noch weit entfernt sind. Eine Goldmedaille bei den Paralympischen Spielen ist mit 7.500 Euro gerade einmal halb so viel wert wie eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Das ist ungerecht und muss in Zukunft geändert werden!“.

Über die Zeit nach den Paralympischen Spielen sagt Katrin Kunert: „Es ist wichtig, weiter für öffentliche Aufmerksamkeit zu kämpfen. Es gibt auch noch andere Sportveranstaltungen von und für Menschen mit Behinderungen. Außerdem gibt es noch einiges zu verbessern, um die Situation von Sportlerinnen und Sportlern mit Behinderungen zu verbessern. Viele haben keinen Zugang zu barrierefreien Sportstätten oder entscheiden sich gegen den Sport, wenn sie zwischen Sport und einer sicheren beruflichen Laufbahn wählen müssen. Hier muss noch viel getan werden!“

Beide sind sich einig, dass es  - ebenso wie die Paralympics 2008 in Peking - wirklich hervorragende Paralympische Spiele waren, und natürlich freuen sie sich besonders über das gute Abschneiden der deutschen Mannschaft.

Die nächsten Paralympischen Sommerspiele werden vom 07. bis 18. September 2016 in Rio de Janeiro ausgetragen. Wir freuen uns darauf!

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