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Foto: picture alliance/ZUMA Press
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»Die SPD braucht wieder ein glaubwürdiges sozialdemokratisches Profil«

Nachricht von Dietmar Bartsch, Sahra Wagenknecht,

Andrea Nahles tritt zurück: Nach dem Europawahl-Debakel legt sie Partei- und Fraktionsvorsitz sowie ihr Bundestagsmandat bei der SPD nieder. Dietmar Bartsch spricht Nahles seinen Respekt für ihre Entscheidung aus und mahnt einen besseren Umgang an: "So brutal darf Politik nicht sein."

Nahles Rücktritt sei zwar richtig, der Absturz der SPD habe jedoch lange vor Nahles begonnen, kommentiert Sahra Wagenknecht auf Facebook:

"Die SPD braucht wieder ein glaubwürdiges sozialdemokratisches Profil, wenn sie die Millionen Wähler zurückgewinnen will, die sie durch ihre Politik des Sozialabbaus und der jahrelangen Kungelei mit der CDU vergrault hat. Solange jeder fünfte Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor arbeitet, junge Leute vielfach nur noch befristete, prekäre Jobs bekommen und immer mehr Rentner ihren Ruhestand wegen finanzieller Sorgen nicht mehr genießen können - und die SPD an all dem nichts grundlegend ändern will, gibt es für diese Menschen auch keinen Grund mehr, der SPD ihre Stimme zu geben."

"Es ist natürlich richtig, wenn eine Parteivorsitzende nach einem desaströsen Wahlergebnis Konsequenzen zieht. Aber die SPD-Führung verkennt die wirklichen Ursachen ihres Absturzes, der lange vor Nahles begonnen hat und bei einem Nachfolger, der den bisherigen Kurs fortsetzt, anhalten wird", so die Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag.