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Einheit braucht gleichwertige Lebensverhältnisse

Dreißig Jahre nach der friedlichen Revolution gibt es immer noch Unterschiede zwischen Ost und West: zum Beispiel bei Rente, Arbeitslosigkeit, Lebenserwartung oder Reichtumsverteilung.

"Blühende Landschaften" – Das Versprechen des Kanzlers Helmut Kohl war vielleicht nie so ganz ernst gemeint, vielleicht hat es auch niemand eins zu eins geglaubt und sicher nicht der Kanzler selbst. 1990 war ein Wahljahr, es war nicht mehr als ein Wahlkampfversprechen. Aber eines mit Folgen, weil es das Vertrauen in die Demokratie der DDR-Bürgerinnen und Bürger gleich zu Beginn untergrub. Denn mit der frisch erkämpften Demokratie kam auch die Treuhand, die die DDR-Wirtschaft rigoros abwickelte. Der Kontrast zu den "blühenden Landschaften" konnte kaum größer sein: Die ersten Erfahrungen der Menschen im Osten mit der Marktwirtschaft bedeuteten Deindustrialisierung, Jobverlust, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit. Menschen wurden entwurzelt, Biografien umgekrempelt, der Gang nach Westen blieb oft als einziger Ausweg. Wer konnte, verließ den Osten; wer blieb, war oft verlassen. Berufliche Werdegänge bleiben bis zum heutigen Tag entwertet. Die Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR wurden in der Bundesrepublik zu Bürgern zweiter Klasse. Gleichwertige Lebensverhältnisse, so wie es das Grundgesetz vorsieht, sind immer noch nicht erreicht.

Ostdeutschland vor neuen Weichenstellungen

Wo steht der Osten? 30 Jahre nach der friedlichen Revolution geht es bei der Ostkonferenz der Fraktion um anhaltende Unterschiede zwischen Ost und West und Verteilungskämpfe im Kapitalismus. Weiterlesen

Strukturwandel von LINKS gestalten

Caren Lay erklärt, wie sich der Strukturwandel in der Lausitz sozialverträglich gestalten lässt und warum die Beschäftigten zu Recht eine Zukunftsperspektive für ihre Region einfordern. Die Politik müsse jetzt die Weichen stellen. Weiterlesen

Pressemitteilung

Nicht schön reden, sondern endlich handeln Weiterlesen

Rede

Matthias Höhn: Demokratie verteidigen Weiterlesen

Im Wortlaut

Die Treuhandwunde heilen Weiterlesen

Nachricht

Ehegattensplitting? Besser wäre ein Aktionsplan gegen Kinderarmut Weiterlesen

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Bodo Ramelow: Lasten gerecht verteilen - Chancengerechtigkeit herstellen

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht bei der Ostkonferenz am 28.8.2019 in Weimar zu Bildung, Gerechtigkeit und Verteilung. "An der Börse wird Solidarität nicht gehandelt, da wird Profit gemacht - da sollten wir keine romantischen Vorstellungen haben."

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Braunkohlebergbau in der Lausitz: Den Strukturwandel von LINKS gestalten

Im Wortlaut von Caren Lay

Im Interview mit linksfraktion.de erklärt Caren Lay, wie sich der Strukturwandel in der Lausitz sozialverträglich gestalten lässt und warum die Beschäftigten zu Recht eine Zukunftsperspektive für sich und ihre Region einfordern. Die Politik müsse jetzt dafür die Weichen stellen.

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Eine Frage des Respekts

Periodika von Dietmar Bartsch

»Unfug«, sagt Ex-Finanzminister Theo Waigel. Thilo Sarrazin, damals für die Treuhandaufsicht im Finanzministerium zuständig, findet es »albern«, einen Untersuchungsausschuss zur Treuhand einzurichten. Der Zuspruch, der mich dagegen vor allem aus Ostdeutschland erreicht, spricht eine andere Sprache. Es gibt ein großes Bedürfnis nach Aufarbeitung. Und die heftigen Gegenreaktionen zeigen, dass dieses Thema denjenigen, die bis heute die Nachwendepolitik verteidigen, ziemlich unangenehm ist.

Die...

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Renteneinheit herstellen – Ostrenten umgehend an das Westniveau angleichen

Antrag - Drucksache Nr. 19/10285

Immer noch werden die Renten in Ostdeutschland anders berechnet als im Westen. Die Rente im Osten muss so schnell wie möglich genau so berechnet werden wie im Westen. Gleichzeitig aber muss berücksichtigt werden, dass die Löhne im Osten immer noch gut 20 Prozent unter Westniveau liegen, die Umrechnung der Ostlöhne bei der Rentenberechnung muss beibehalten werden, sonst müssen RentnerInnen im Osten mit deutlich niedrigeren Renten rechnen als WestrentnerInnen mit vergleichbarer Erwerbsbiografie.

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Scheidung im Osten, Rentenkatastrophe nach der Einheit

Nachricht von

Sie wurden in der DDR geschieden, haben ihr Leben lang gearbeitet – und beziehen heute Armutsrenten. Anders als Frauen im Westen Deutschlands, die aus ihrer Ehe Anrecht auf einen Versorgungsausgleich hatten, gehen die in der DDR geschiedenen Frauen leer aus. Vor zwanzig Jahren haben sie deshalb einen Verein gegründet und kämpfen bis heute um ihr Recht.  

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Linksfraktion will Waigel, Köhler und Sarrazin über Treuhand befragen

Nachricht von Dietmar Bartsch

Kommt es zu einem Treuhand-Untersuchungsausschuss, wollen wir unter anderem Theo Waigel, Horst Köhler und Thilo Sarrazin befragen.

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