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Hand eines Arbeiters zeigt: Daumen hoch @ iStock/edfuentesg

Ostlöhne angleichen!

Nachricht von Dietmar Bartsch,

"Millionen Ostdeutsche sind bei der Bezahlung weiterhin Arbeitnehmer zweiter Klasse. Lohnunterschiede von 40 Prozent und mehr in der Industrie sind durch nichts zu rechtfertigen", kritisiert Dietmar Bartsch die Antwort der Bundesregierung auf seine Anfrage. Hintergrund sind Zahlen des Bundesarbeitsministeriums zu Lohnunterschieden zwischen Ost und West.

Die größten Unterschiede gab es demnach in der Textilindustrie, in der Ostdeutsche laut Bundesregierung 2.004 Euro  verdienen – 69,5 Prozent weniger als ihre westdeutschen Kollegen. In der Automobilindustrie, im Maschinenbau, bei der Herstellung von IT-Gütern und der Schifffahrt beträgt das Minus der Ostlöhne jeweils um 40 Prozent.

Das mittlere Bruttomonatsgehalt eines sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Westdeutschland lag 2020 bei 3.540 Euro, in Ostdeutschland bei 2.890 Euro - 22,5 Prozent weniger als im Westen.

"Es kann nicht nur darum gehen, dass die Ampel eventuell ein paar Ostdeutsche in Führungspositionen holt, sondern wir brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse im gesamten Land. Die Ampel-Parteien sollten im Koalitionsvertrag die Zielstellung fixieren, die Ostlöhne bis zum Ende der Legislatur 2025 anzugleichen. Schluss mit der Ost-West-Spaltung des Arbeitsmarktes", fordert LINKE-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch.

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