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Unterfinanzierung der Frauenhäuser dringend beenden

Pressemitteilung von Heidi Reichinnek,

„Elf Jahre nach Unterzeichnung der Istanbul-Konvention sind die Hilfesysteme für Betroffene am Limit. Frauenhäuser sind chronisch unterfinanziert, ein entsprechender Platzmangel ist die Folge. Schon zu Beginn der Lockdown-Phasen waren die meisten Frauenhäuser bereits ausgelastet, mussten aber in Folge des Infektionsgeschehens Plätze noch reduzieren, obwohl durch räumliche Enge mit Beginn der Pandemie häusliche Gewalt weiterhin zunahm. Daher fordern wir die bessere finanzielle Ausstattung von Beratungsstellen und Frauenhäusern bundesweit. Es muss die laut Istanbul-Konvention mindestens vorgesehene Anzahl von Plätzen bereitgestellt werden“, erklärt Heidi Reichinnek, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November. Reichinnek weiter:

„In den letzten fünf Jahren ist jedes Jahr die absolute Zahl von Fällen partnerschaftlicher Gewalt angestiegen, im letzten Jahr um 4,9 Prozent. Auch die Nutzung von Hotlines für Betroffene hat sich konstant gesteigert.

Daher muss die Versorgung mit Beratungsangeboten dringend ausgeweitet werden, auch, um auf Veränderungen der Arten von Gewalt reagieren zu können, so zum Beispiel auf den Anstieg digitaler Gewalt im Nahbereich, wie Überwachung von Smartphones oder der Installation von Kameras. Die neue Bundesregierung muss hier dringend handeln.”

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