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Stromknappheit: Klimawandel schlägt durch

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

Zum hitzebedingten Strommangel im europäischen Netz erklärt Hans-Kurt Hill, energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.:

Der fossil-atomaren Energiewirtschaft fällt der Klimawandel auf die Füße. Das massenhafte und ineffiziente Verfeuern von Kohle und Öl treibt den Klimawandel an. Dieser ist Ursache für die Zunahme von Hitzesommern. Die Energiewirtschaft erhält jetzt dafür die Quittung. Die Zeche zahlen allerdings wieder die Verbraucherinnen und Verbraucher. Es ist zu befürchten, dass RWE, Vattenfall und Co. die von ihnen verursachten Höchstpreise auf die Stromkunden abwälzen.

DIE LINKE. fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich ein Konzept vorzulegen, dass die hochdrehende Preisspirale auf den Energiemärkten stoppt und eine mögliche Versorgungskrise verhindert. Immer neue Kohle- und Gasblöcke lösen nicht die Energieprobleme. Hitzesommer wie 2003 und 2006, deren Ereignishäufigkeit durch den Klimawandel zunimmt, zeigen ebenso wie die Erdgaskrise des vergangenen Winters, die sich jederzeit wiederholen kann, dass Merkel in der Energiepolitik aufs falsche Pferd setzt.

Wer Kohle und Uran befeuerte Mammutkraftwerke fordert, muss zwangsläufig an den Herausforderungen Klimaschutz und Ressourcenknappheit scheitern. Die zukünftige Energieversorgung muss darauf setzen, Strom, Wärme und Kraftstoffe intelligenter zu nutzen. Bei Halbierung des Energieverbrauchs, können die Potentiale der erneuerbaren Energien, also Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme, den Energiebedarf nahezu vollständig decken. Dadurch wird eine klimafreundliche, bezahlbare, sichere und friedvolle Versorgung mit Energie gewährleistet.

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