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Regierung lässt Bezüge des Bahn-Vorstands explodieren

Pressemitteilung von Ulrich Maurer,

Zur Steigerung der Vorstandsbezüge bei der Deutschen Bahn AG, die binnen sechs Jahren um sage und schreibe 400 Prozent zugenommen haben, erklärt Ulrich Maurer, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE.:

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Managergehälter in Deutschland immer weniger mit Leistung zu tun haben - die Deutsche Bahn AG hat ihn erbracht. Obwohl die Pünktlichkeit immer mehr zu wünschen übrig lässt, obwohl den Managern außer fortgesetzten Preissteigerungen nichts einfällt, haben sich ihre Bezüge um sage und schreibe 400 Prozent binnen sechs Jahren erhöht.

Das Schlimme daran ist, dass die Bundesregierungen - rot-grüne wie schwarz-rote - diese Explosion zu verantworten haben. All die Politiker der Koalition, die sich jetzt bei der indiskutablen Erhöhung der Siemens-Vorstandsgehälter um 30 Prozent empört in die Brust warfen, haben direkt oder indirekt den Erwerbstrieb der Manager des Staatskonzerns Deutsche Bahn unterstützt. Das ist ein Offenbarungseid der herrschenden Politik, die im Börsenwahn das Management der Bahn vorauseilend dafür prämiert, dass die Bahn an den Finanzmärkten verschleudert werden soll.

Managergehälter müssen in einem akzeptablen Verhältnis zu den Einkommen der einfachen Angestellten des Unternehmens stehen. Die Deutsche Bahn ist das jüngste Unternehmen in einer langen Reihe, wo Manager einfach maßlos sind. Der Gesetzgeber ist gefordert, diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

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