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Menschen in Afghanistan nicht im Stich lassen

Pressemitteilung von Zaklin Nastic,

„Dass die Bundesregierung nur 200 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für die Menschen in Afghanistan bereitstellt, ist höchst beschämend. Bei 4,4 Milliarden US-Dollar Hilfsbedarf ist dies nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Zaklin Nastic, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Geberkonferenz für Afghanistan. Nastic weiter:

„Als Ausrichterin der Konferenz neben Großbritannien und Katar weiß die Bundesregierung genau, dass 95 Prozent der afghanischen Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen sind. In einer solchen Situation Gelder zurückzuhalten ist eben kein Beitrag zur Verwirklichung von Frauenrechten, ganz im Gegenteil: gerade wegen des vorherrschenden Hungers müssen in Afghanistan immer mehr Mädchen arbeiten oder werden zwangsverheiratet.

Es ist dringend an der Zeit, in Einklang mit der Forderung von Hilfsorganisationen auch die eingefrorenen Bankvermögen Afghanistans freizugeben, um internationale und lokale Organisationen und Projekte zur Grundversorgung der Menschen zu unterstützen. Denn diese Sanktionen treffen in allererster Linie die Zivilbevölkerung. Will die Bundesregierung tatsächlich eine wertebasierte Außenpolitik verfolgen, muss sie sich dafür einsetzen, dass diese Gelder umgehend der hungernden afghanischen Bevölkerung zugutekommen.“

 

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