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Gründe für AKW-Abschaltung liegen auf der Hand

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter, Hans-Kurt Hill,

Die Gründe für eine Abschaltung deutscher Atomkraftwerke liegen für die Fraktion DIE LINKE. auf der Hand. Nach der Beinah-Havarie in einem schwedischen AKW sollte nicht mehr über längere Laufzeiten diskutiert werden, sondern darüber, welche deutschen Meiler schleunigst vom Netz zu nehmen sind.

Die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Eva Bulling-Schröter: "Die lange Kette der überraschenden, also nicht vorhersehbaren Fehler und Havarien in AKWs zeigt, dass die Atomtechnologie nicht beherrschbar ist. Deshalb gehört sie schnellsten abgeschafft. Alternativen in Form erneuerbarer Energien stehen bereit." Eva Bulling-Schröter kritisiert die hilflosen Beschwichtigungsversuche nach dem jeweils letzen Störfall als "einzige sichere Konstante in der Atompolitik von Bund und Ländern. So nun auch von Sigmar Gabriel".

Der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Hans-Kurt Hill stellt klar: "Dass der schwedische Vorfall nicht eins zu eins übertragbar sei, wie der Umweltminister unisono mit der Atomaufsicht der Bundesländer verkündet, ist ein Null-Argument. Das Problem besteht ja gerade darin, dass die Hochrisikotechnologie Atomkraft ständig neue, nicht vorhersehbare Störfälle produziert, die unter Umständen zum Super-GAU führen können." Davon abgesehen habe Deutschland selbst im konkreten Fall ähnliche Probleme wie Schweden. Schließlich hätten im vergangenen Jahr hierzulande 17 Prozent aller offiziell gemeldeten Vorkommnisse in AKWs mit der Notstromversorgung zu tun.

Eva Buling-Schröter verweist schließlich darauf, dass "die offensichtlich hohe Empfindlichkeit der Meiler auf externe Ereignisse, wie Blitzschlag oder Überlast oder durch die zunehmende Gefahr terroristischer Anschläge neu bewertet werden muss. Auch darum ist das so genannte Restrisiko, welches die Atomwirtschaft der Menschheit aufbürdet, untragbar."

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