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EAD wird "Militärischer Auswärtiger Dienst"

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

"Europa braucht keinen neuen milliardenschweren militarisierten Dienst. Die Konzeption des EAD darf so nicht verabschiedet werden. Dafür wird DIE LINKE die Bundesregierung im Bundestag in die Pflicht nehmen", erklärt Sevim Dagdelen, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Internationale Beziehungen, anlässlich der Einigung der Außenminister der EU zum Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD). Dagdelen weiter:

"Die EU-Außenminister haben sich auf einen Europäischen Auswärtigen Dienst mit einer starken militärischen Komponente geeinigt. Deshalb muss man von einem Militärischen Europäischen Auswärtigen Dienst sprechen. Damit wird ein bürokratischer Apparat in Brüssel geschaffen, der die Trennung von Diplomatie und Militär aufhebt. Auch die Entwicklungspolitik soll im EAD künftig einer militärischen Sicherheitspolitik untergeordnet werden. Ohne öffentliche Diskussion und gegen Friedensbewegung und Entwicklungsorganisationen, haben die EU-Außenminister damit ein Projekt auf den Weg gebracht, bei dem weder demokratische Kontrolle noch ordentliche Haushaltskontrolle gewährleistet sind. Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise ist es zudem einfach skandalös, dass die Öffentlichkeit über die zu erwartenden Mehrkosten für die 8.000 Brüsseler Beamten schlicht im Unklaren gelassen wird."

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