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CDU-Klimapapier: Alte Konzepte in neuer Verpackung

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter, Hans-Kurt Hill,

„Die CDU glaubt offensichtlich selbst nicht mehr an den Erfolg ihres Klimapakets. Ansonsten würde sie nicht erneut Laufzeitverlängerung für Atomanlagen fordern. Logisch: Wer Verkehr und Landwirtschaft weitgehend von Minderungsverpflichtungen befreit und im Emissionshandel die Braunkohle privilegiert, muss im Klimaschutz in Bedrängnis kommen,“ schätzt die klima- und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Eva Bulling-Schröter, ein.

Doch Klimapolitik, die weiter auf Atomkraft setzt, sei umweltpolitisch ein Amoklauf. „AKWs sind nicht nur unverantwortlich riskant. Auch ihre Brennstoffe gehen zur Neige Anstatt einer Schmusepolitik mit Konzernen sollte sich eine so genannte Volkspartei besser an der Mehrheit der Bevölkerung orientieren. Und die will nicht Atom und Kohle und sondern Strom und Wärme aus Sonne, Wind und Wasser“, so Bulling-Schröter.

"Die CDU betreibt in Sachen Atomkraft Etikettenschwindel. Uran ist nicht "Öko", sondern gefährlich. Fakt ist: marode Atommeiler sind hoch anfällig für Strahlenunfälle und in deren Umgebung müssen die Menschen mit einem erhöhten Krebsrisiko leben", erklärt Hans-Kurt Hill zum Grundsatzpapier der CDU zur Klima- und Umweltpolitik“, ergänzt der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

„Wer Atomenergie und neue Kohlegroßkraftwerke als Zukunft verkauft, bleibt unglaubwürdig. DIE LINKE stellt klar, dass nur der schnellstmögliche Ausstieg aus der fossil-atomaren Energiewirtschaft zu stabilen Preisen und einer sicheren Versorgung führt.

Die Christdemokraten erkennen offenbar, dass sie mit ihrer antiquierten Vorstellung von Energiepolitik zurückfallen. Die Bürgerinnen und Bürger werden auf die Mogelpackung der CDU nicht herein fallen. Der Blick auf die Stromrechnung zeigt: der von Kohle und Uran dominierte Strommix wird immer teurer. Großkraftwerke sichern lediglich die Kartellstrukturen der Energiekonzerne ab. Der Ausstieg aus der Atomkraft ist Vorraussetzung für die Energiewende, da Uran und Wind nicht zusammen passen. Der schnell wachsende Anteil erneuerbarer Energien braucht schnell regelbare Kleinkraftwerke, um das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen. Die viel zu großen Atomanlagen können diese Aufgabe nicht leisten.“

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