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Börsenchaos erfordert schnelles Handeln

Pressemitteilung von Herbert Schui,

"Der Politik bleibt jetzt nichts anderes übrig, als das Feuer zu löschen, das andere gelegt haben", fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Herbert Schui, angesichts der jüngsten Kurseinbrüche an den Börsen:

"Wer spekuliert, muss bereit sein, eventuelle Verluste zu tragen. Beim Roulette an den Aktienmärkten trägt das Risiko aber nicht allein der Anleger, sondern die ganze Volkswirtschaft. Die Politik darf dem Börsenchaos daher nicht tatenlos zusehen. Die Zentralbanken müssen bei Engpässen sofort massiv Liquidität einspeisen und eine flexible Zinspolitik betreiben.

Feuerwehreinsätze dieser Art reichen aber nicht aus. Die traditionelle Finanzierung über Kredite muss gestärkt werden, um die Abhängigkeit der Unternehmen von der Börse zu reduzieren. Spekulationssteuern sind notwendig, um Sand ins Getriebe der Finanzmärkte zu streuen. DIE LINKE fordert deshalb eine Börsenumsatzsteuer und unterstützt die Idee einer so genannten Tobin-Steuer. Finanzkrisen sind der richtige Moment, um solche grundlegenden Reformen anzupacken."

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