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Aleviten den christlichen Kirchen gleichstellen

Pressemitteilung von Bodo Ramelow,

Zu einem Treffen von Vertretern der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. und Vertretern des Fraktionsvorstandes der Linksfraktion erklärt der stellvertretende Vorsitzende und religionspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Bodo Ramelow:

Die Entwicklung der Aleviten in Deutschland zeigt, dass die Integration einer islamisch geprägten Glaubensgemeinschaft in Deutschland sehr gut gelingen kann, wenn sie von gegenseitiger Toleranz geprägt ist und auf dem Boden des Grundgesetzes geschieht.

Wer über den Tellerrand der so genannten Leitkultur hinwegschaut, wird erkennen, dass die Kultur der Aleviten eine Bereicherung der deutschen Mehrheitsgesellschaft darstellt.

Gerade durch die im Grundgesetz vermittelten Werte wie Religionsfreiheit und Gleichberechtigung war es den Aleviten in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten möglich, ihre Religion im Sinne dieser Werte eigenständig weiterzuentwickeln. Es ist deshalb Aufgabe der Politik diese Entwicklung weiter zu unterstützen. Das heißt konkret, dass Religionsgemeinschaften, die sich zum Grundgesetz bekennen und die rechtlichen Vorraussetzungen erfüllen, die gleichen Rechte wie christliche Kirchen erhalten müssen. Dazu zählen Anerkennung der Vertretungen der alevitischen Religion als Körperschaft des öffentlichen Rechts, die Möglichkeit zur Erteilung von Religionsunterricht und die Einrichtung von Alevitischen Lehrstühle an deutschen Universitäten.

Ich stimme mit Ali Ertan Toprak, Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde in Deutschland überein, dass gleiche Pflichten auch zu gleichen Rechten führen müssen.

Der Dialog zwischen Linksfraktion und Aleviten zu diesen Themen wird fortgesetzt.

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