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Zukunft selbstbestimmt und menschenwürdig gestalten

Im Wortlaut von Sigrid Hupach,

Sigrid Hupach wurde über die Landesliste Thüringen neu in den Bundestag gewählt. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen und der direkte Kontakt zu ihnen liegen ihr besonders am Herzen. Wir stellen sie im Interview vor.

 

Sigrid Hupach, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag. Während der nächsten vier Jahre werden Sie in der Fraktion DIE LINKE die Interessen der Menschen vertreten. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

Im Vordergrund steht für mich, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und die Rahmenbedingungen so zu ändern, dass existenzsichernde Arbeit sowie auch existenzsichernde Rente und soziale Absicherung wieder Normalität werden.

Denn nur soziale Sicherheit gibt den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Familien in unserem Land die Möglichkeit, ihre Zukunft selbstbestimmt und menschenwürdig zu planen und zu gestalten. Dass dies natürlich nur in einem friedlichen Land möglich sein kann, versteht sich von selbst.

Welche konkreten Vorhaben wollen Sie in die politische Arbeit einbringen?

Ein großes Vorhaben ist, den Niedriglohnsektor abzubauen sowie das Reallohnniveau zu erhöhen. Damit verbunden ist die Forderung nach der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von 10 Euro pro Stunde sowie die Stärkung der Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und die Rahmenbedingungen insgesamt zu ändern und zu verbessern.

Der Erhalt beziehungsweise Ausbau der öffentlichen Infra- und Verkehrsstruktur et cetera in allen Teilen des Landes (Stadt und Land, Nord und Süd, Ost und West) muss unter ökologischen und wirtschaftspolitischen, aber auch zukunftsfähigen Gesichtspunkten geschehen. Nur so können die notwendigen Rahmenbedingungen für die Daseinsvorsorge dauerhaft gesichert werden.

Auf welche persönlichen Erfahrungen können Sie dabei zurückgreifen?

Eigene persönliche Erfahrungen in der Arbeits- und Lebenswelt sowie meine mehrjährige Arbeit in der Kommunalpolitik und Ehrenamtstätigkeiten gaben mir vielseitige Einblicke in die unterschiedlichsten Lebens- und Politikbereiche, etwa Kommunalpolitik, Bildungs-, Sozial und Kulturpolitik.

Bei den vielen Erfahrungen, die Sie in Ihrem Leben bereits gemacht haben: Was hat Sie am meisten geprägt?

Der direkte Kontakt zu Menschen in schwierigen Lebenslagen, ob in der Arbeitswelt oder im Sozial- und Gesundheitsbereich ist, was mich immer am meisten berührt hat.

Politik ist in der Regel ein langwieriges Geschäft. Dennoch: Welche drei Dinge möchten Sie heute in vier Jahren erledigt sehen?

  1. Die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns
  2. Die Rücknahme der Rente mit 67.
  3. Die Überwindung des Hartz IV Systems und die damit verbundenen Sanktionen für die Betroffenen gänzlich abschaffen. Menschen in schwierigen Lebenssituationen brauchen Hilfestellung, aber keinerlei Sanktionen.

linksfraktion.de, 22. Oktober 2013

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