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Zeit für gemeinsames Handeln

Nachricht von Cornelia Möhring,

Heute hat sich in Berlin ein kleines politisches Erdbeben ereignet: Sechs weibliche Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen haben gemeinsam mit Verbandsvertreterinnen und vielen namhaften Unterstützerinnen aus der Gesellschaft in einer »Berliner Erklärung« eine gleiche Beteiligung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen gefordert.

Als ersten Schritt fordern wir Initiatorinnen eine gesetzliche Quote für Aufsichtsräte, die am Anfang bei mindestens 30 Prozent liegen soll. Das klingt zunächst nicht sensationell, aber es ist ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte des Deutschen Bundestages, dass sich Frauen aus allen Fraktionen verbünden, um Fraueninteressen durchzusetzen!

Die Frauenquote ist seit Jahrzehnten hartnäckig umkämpft, weil sie symbolisch für den Kampf gegen Ungleichheit steht. Mit der Diskussion um die Quote bewegen wir uns im Feld der Werte, es geht um die sozialen Konstruktionen von Mann und Frau, um Leistung, um Arbeit und ihre Verteilung, um Demokratie, um unser Miteinander. Es geht um eine Neubestimmung und daran anschließende Verteilung gesellschaftlich notwendiger Arbeit, in die Frauentätigkeiten selbstverständlich einbezogen sind.

Für uns Linke ist die Quote auf diesem Weg ein notwendiges Mittel und nicht das Ziel. Dieses bleibt die tatsächliche Gleichstellung aller Geschlechter.

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