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Warum heißt der Oscar nicht Helene?

Nachricht von Kathrin Senger-Schäfer,

Regie-Oscar für Kathryn Bigelow - Frauenpower aus Hollywood zum Weltfrauentag

"Es gibt wirklich keinen Unterschied zwischen dem, was ich tue, und dem, was ein männlicher Filmemacher tut", so Kathryn Bigelow bescheiden in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS. "Andererseits denke ich, dass der Weg der Frauen, egal in welcher Branche - ob Politik, Wirtschaft oder Film - ein langer ist."

Damit hat die 58-jährige, frisch gekürte Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow vollkommen recht. Denn dass gerade einmal vier Regisseurinnen bisher für einen Oscar nominiert wurden und Kathryn Bigelow nun die erste Frau ist, die in dieser Sparte einen gewonnen hat, zeigt, dass auch die Film- und Medienbranchen im Jahr 2010 immer noch männerdominiert sind.

Dies gilt leider auch hierzulande. So sind die Inszenierungen der Film- und Medienwelt auch immer ein Spiegel der Gesellschaft, in der Frauen tagtäglich die Türen und Tore einer männerdominierten Welt erneut aufstoßen müssen. Mit ihrem Film "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" ist Kathryn Bigelow in diesem Jahr mit sechs Oscars die Abräumerin schlechthin und das ausgerechnet am Vorabend des Internationalen Frauentages, in einem vermeindlich als klassischer Männerfilm bezeichnetem Genre.

Medienpolitikerin Kathrin Senger-Schäfer äußert sich anerkennend: „Ich gratuliere Kathryn Bigelow recht herzlich zu ihrem großartigen Erfolg. Sie ist eine Frau, die in ihrem Beruf beweist, dass Frauen sich überall durchsetzen werden und müssen. Dass dies gerade am Weltfrauentag geschieht, zeigt, dass man ihr auch dafür das Prädikat ‚Beste Regie’ bescheinigen muss“.

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