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Zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten in den Rauchschwaden eines Waldbrandes. Foto: Flickr.com/free-skier (CC BY-NC-SA 2.0)Foto: Flickr.com/free-skier (CC BY-NC-SA 2.0)

Waldbrände: Feuerwehr und Katastrophenschutz unterstützen

Nachricht von Jan Korte,

Die Waldbrandlage in Deutschland spitzt sich bei anhaltender Hitze und Trockenheit weiter zu. In Brandenburg und Sachsen lassen massive Waldbrände die Einsatzkräfte nicht zur Ruhe kommen. Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE:

"Mein Dank gilt den Rettungskräften für ihren unermüdlichen Einsatz gegen die verheerenden Waldbrände! Was muss eigentlich noch passieren, bis Bund und Länder umdenken und handeln? Es ist höchste Zeit, einen Waldumbau auf den Weg zu bringen, der unsere Wälder fit macht für die nächsten hundert Jahre.

Und wir brauchen schnell einen 'Feuerwehrgipfel' mit Vertretern der Ministerien, der Rettungskräfte und der Kommunen mit dem Ziel, Feuerwehr und Katastrophenschutz effektiv und nachhaltig zu stärken. Nachdem diese jahrzehntelang von neoliberalen Regierungen kaputtgespart wurden, ist der Ausbau des Katastrophen- und Brandschutzes angesichts des Klimawandels überfällig und muss endlich von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam angepackt werden.

Der Bund darf sich nicht länger einen schlanken Fuß machen und darauf zurückziehen, dass der Katastrophenschutz 'als Teil der Gefahrenabwehr Aufgabe der Länder' sei. Er muss jetzt die Kommunen und Länder bei der Sanierung und Ausstattung feuerwehrtechnischer Infrastruktur massiv unterstützen.

Entscheidend wird, ob der Personalmangel bei der Berufsfeuerwehr endlich angegangen wird und für diese gefährliche Arbeit ausreichend neue und gut bezahlte Stellen geschaffen werden. Wir brauchen Stützpunktfeuerwehren mit hauptamtlichen Kräften in den besonders bedrohten Gegenden und müssen die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr insbesondere im ländlichen Raum stärker honorieren. Etwa indem man für diese wichtige ehrenamtliche Arbeit Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt oder den Ehrenamtlichen kostenlose Tickets für den ÖPNV gewährt. Es brennt an allen Ecken und Enden. Jetzt muss gehandelt werden."

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