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Unterwegs mit dem Außenminister – für 3 Tage in Peking (2)

Im Wortlaut von Lukrezia Jochimsen,

Tagebuch 2. Teil

Luc Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, hat Außenminister Westerwelle in der vergangenen Woche bei seiner Reise nach China begleitet, gemeinsam mit zwei Abgeordneten von SPD und FDP. Während der Reise ist ein Tagebuch in drei Teilen entstanden, in dem sie über ihre Eindrücke während des Besuchs berichtet. Im zweiten Teil berichtet sie von der Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ im Chinesischen Nationalmuseum in Peking. 

 

Teil 1 des Tagebuchs

 

Der erste Tag in China liegt hinter mir. Gleich nach der Ankunft gab es ein gemeinsames Essen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Li Kequiang. Außerdem konnten wir einige erste Eindrücke von der riesigen Stadt Peking sammeln. Heute steht ein Gespräch mit dem ersten Mann in China, dem Ministerpräsidenten Wen Jiabao, auf unserem Programm.

Und dann kommt für mich der eigentliche Höhepunkt der Reise: Die Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ im Chinesischen Nationalmuseum in Peking.

Diese Ausstellung ist ein Großprojekt der deutschen Kulturarbeit im Ausland. Sie ist ein Höhepunkt der kulturellen Beziehung zu China. Dies zeigen auch die Kosten in Höhe von ca. 10 Mio. Euro. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München mit dem Chinesischen Nationalmuseum. Zu sehen sind unter anderem Werke von Caspar David Friedrich, Goya, Piranesi, Watteau und Gainsborough, darüber hinaus Kunsthandwerk, Mode der Epoche und wissenschaftliche Instrumente.

Aber nicht nur die Ausstellung ist beeindruckend, sondern auch das Museum in dem sie gezeigt wird.

Dazu aus einer dpa-Meldung vom 24.03.2011

Das neue chinesische Nationalmuseum in Peking ist mit knapp 200 000 Quadratmetern das größte Museumsgebäude der Welt. Der monumentale Bau liegt im Herzen der chinesischen Hauptstadt auf der Ostseite des Tian‘anmen-Platzes gegenüber der Großen Halle des Volkes. Nach dem vierjährigen Umbau und der Erweiterung durch das deutsche Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner wurde das Nationalmuseum am 1. März neu eröffnet. Die Kosten der Renovierung werden offiziell auf 2,5 Milliarden Yuan, heute umgerechnet 270 Millionen Euro, beziffert.

Das Museum besitzt eine Sammlung von rund einer Million Kulturgegenständen. Jeden Tag werden maximal 3000 Besucher eingelassen, darunter 2000 in Gruppen und 1000 Einzelpersonen. Es gibt zwei ständige Ausstellungen: Eine über das antike China, die andere über «Chinas Weg der nationalen Wiederauferstehung» über die neuere Geschichte seit dem Opiumkrieg 1840. Das Museum besitzt ein Theater für 800 Besucher und einen Konferenzsaal mit 300 Sitzen.

 

Von Luc Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion

 

Teil 3 des Tagebuchs

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