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Solidaritätserklärung mit den Streikenden an der Berliner Charité

Im Wortlaut von Werner Dreibus, Klaus Ernst, Jutta Krellmann, Ulla Lötzer,



Liebe Kolleginnen und Kollegen,


das Ergebnis Eurer Urabstimmung war deutlich: 92,91 % der Beschäftigten an der Charité und 96,51% bei der ausgegliederten Charité Facility Management (CFM) haben für den Streik gestimmt. 

Herzlichen Glückwunsch! Damit seid Ihr gut gerüstet für die kommenden Tage und Wochen, die sicher nicht einfach werden. 


Wir unterstützen Eure Forderungen nach besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen. Es muss immer und überall gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Arbeitsort, Ost wie West. Und natürlich muss es ein gerechter Lohn sein und ein Leben in Würde und sozialer Sicherheit ermöglichen. Eure Forderung nach der Gleichstellung aller Beschäftigten ist solidarisch und richtig. 

Es ist ein Skandal, dass die ausgegliederten Beschäftigten der CFM noch immer keinen Tarifvertrag haben und jeder Arbeitsvertrag einzeln und willkürlich ausgehandelt wird. Es muss deshalb Schluss sein an der Charité mit der Ausgliederung von guten Arbeitsplätzen in Sub-Unternehmen und in die Leiharbeit.


Arbeit muss gute Arbeit bedeuten. Arbeit die nicht krank macht, sondern Sicherheit gibt, die vernünftige Arbeitszeiten, Erholungsurlaub und Zeit für die Familie gewährleistet. 

Das Gesundheitssystem ist Grundversorgung für die Menschen, es darf sich nicht nach Gewinngesichtspunkten ausrichten, sondern nach Qualität und was aus gesundheitlichen Gründen benötigt wird. 

Arbeitsbedingungen für Beschäftigte spielen dabei eine wichtige Rolle. Nur unter guten Arbeitsbedingungen kann eine gute Qualität und eine optimale Versorgung der Patienten sicher gestellt werden.


Wir solidarisieren uns mit Eurem Arbeitskampf und wünschen Euch viel Erfolg.

Mit kollegialen Grüßen,

MdB Klaus Ernst, MdB Jutta Krellman, MdB Werner Dreibus, MdB Ulla Lötzer, MdA Wolfgang Albers