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Sechs Fragen an Luc Jochimsen

Im Wortlaut von Lukrezia Jochimsen,

41 der 76 Abgeordneten, die DIE LINKE im 17. Bundestag stellt, üben ihr Mandat bereits seit 2005 oder länger aus. Woran können sie anknüpfen? Wie wollen sie ihre Arbeit fortsetzen? Was wollen sie anders machen? linksfraktion.de fragt nach.


Luc Jochimsen, 73, Publizistin, promovierte Sozialwissenschaftlerin

Welche Erfahrung, welches Ergebnis oder Ereignis hat Sie in den zurückliegenden vier Jahren besonders darin bestärkt, dass sich ihre Arbeit lohnt?

Die Erfahrung, dass endlich die Rechtsverbindlichkeit für Patientenverfügungen geschaffen werden konnte - durch die Zusammenarbeit von Abgeordneten der SPD, FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und uns - eine Hilfe für Millionen Menschen und ein Beispiel, was möglich ist, wenn sich die SPD aus den Fesseln der Koalition mit der CDU/CSU befreit.

Neue Wahlperiode, alte Kanzlerin: Mit welchen Erwartungen gehen Sie als Abgeordnete in die kommenden vier Jahre?

Die Kanzlerin wird gleich bleiben. Die Erwartungen richten sich an eine machtvolle Opposition, die diesen Namen verdient.

Was wollen Sie im Bundestag anders oder besser machen als bisher?

Stärker opponieren.

DIE LINKE ist jetzt mit 76 Abgeordneten im Bundestag vertreten - 23 mehr als bislang. Was wird sich in der neuen Fraktion und für Sie als eines ihrer Mitglieder verändern?

Gemeinsam sind wir einfach stärker.

Warum ist Opposition nicht Mist?

Weil Opposition das Fundament der parlamentarischen Demokratie ist. Woher sollen denn sonst die Veränderungen in der Politik und schließlich der Wechsel kommen?

Wie können Sie als Abgeordnete dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst noch mehr für ihre Interessen streiten?

Indem wir Formen der direkten Demokratie - Volksbefragungen, Volksbegehren - gesetzlich verankern.

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