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Sechs Fragen an Kathrin Vogler

Im Wortlaut,

35 der 76 Abgeordneten, die DIE LINKE im 17. Bundestag stellt, sind neu gewählte Mitglieder des Parlaments. Welche Erwartungen haben sie? Was haben sie vor? linksfraktion.de fragt nach.


Kathrin Vogler, 46, Geschäftsführerin aus Nordrhein-Westfalen

Sie sind jetzt Volksvertreterin. Wie wollen Sie die Interessen der Menschen vertreten?

Mir ist es wichtig, zuzuhören und hinzusehen und das, was ich dabei erfahre, in die Arbeit einfließen zu lassen. Dabei setze ich zum einen auf die Verankerung vor Ort, zum anderen auf die enge Zusammenarbeit mit außerparlamentarischen Gruppen, Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen

Wie wollen Sie konkret den Widerstand gegen Sozialabbau und Krieg stärken?

Indem ich soziale und friedensfördernde Alternativkonzepte aufgreife und über die Fraktion ins Parlament einbringe, aber auch, indem ich meine neue Rolle nutze, um diesen Ideen in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen.

Welche persönlichen Erfahrungen können Ihnen den Start als Parlamentarierin erleichtern?

Ich habe inzwischen gelernt, dass viele große Aufgaben wie der Scheinriese Turtur aus „Jim Knopf“ sind: Je näher man sich heranwagt, desto kleiner werden sie.

Was würden Sie in ihrer ersten Bundestagrede der Kanzlerin gern einmal sagen?

Frau Merkel, verdoppeln Sie sofort die Mittel für zivile Konfliktbearbeitung! Das können Sie sich leisten, wenn Sie einfach die Wehrpflicht abschaffen.

Wie wollen Sie sich davor schützen, im Raumschiff Bundestag die Bodenhaftung zu verlieren?

Indem ich möglichst häufig auf den erdähnlichen Planeten „Wahlkreisos“, „Parteibasios“ und „Bewegissimus“ lande und deren Bewohnerinnen und Bewohner bitte, mich heftig an den Füßen zu ziehen.

Alle Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE spenden bisher Ihre Diätenerhöhung. Wofür wollen Sie sich persönlich besonders engagieren?

Friedensarbeit, Kinder und Jugendliche oder noch besser beides zusammen.

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