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Merkel jetzt für Kombi- und Mindestlohn

Im Wortlaut von Oskar Lafontaine,

Der Fraktionschef der Linkspartei.PDS, Oskar Lafontaine hat Pläne der Union zur Einführung eines Mindestlohns als "laue Absichtserklärung" bezeichnet.

Lafontaine sagte am Montag im Inforadio: "Ich glaube das die letzte Bundestagwahl und der Erfolg der Linkspartei noch immer nachwirkt." Aber der Erkenntnisprozess sei noch nicht "weit genug" gediehen. "Wir müssen abwarten, ob sich Frau Merkel zu einer solchen Entscheidung durchringen kann." Mit der Einführung von Mindestlöhnen könnte "die Spirale des Lohndumpings" durchbrochen werden.

Als Konsequenz forderte Lafontaine auch, Hartz IV "total" zu revidieren. "Hartz IV führt eben zu einer Lohnspirale nach unten". Auch die ständigen Forderungen der Union nach betrieblichen Bündnissen verleite die Unternehmen dazu, Belegschaften mit der Produktionsverlagerung ins Ausland zu erpressen.

Nach Ansicht von Lafontaine könnten höhere Löhne von den meisten Unternehmen verkraftet werden, "da im letzten Jahr die Gewinne höher waren als die Investitionen".

rbb inforadio, 9. Januar 2006

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