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Kranken- und Altenpflege: Entgeltlücke schließen

Nachricht von Pia Zimmermann,

Eine "Revolution" in der Pflege wird von der LINKEN seit geraumer Zeit angemahnt. Mit dem bayrischen Gesundheitsminister Holetschek (CSU) hat sich nun auch die seit Jahren die Bundesregierung führende Union explizit dazu bekannt, eine Revolution zu brauchen, "um Pflegekräfte besser zu bezahlen". "Wir steuern in den kommenden Jahren auf eine dramatische Lage zu, wenn wir jetzt nicht handeln." Man müsse den Mut haben, "das System zu hinterfragen" und die Struktur- und Finanzierung der Pflegeversicherung reformieren.

Warum diese seit Jahren bekannten dringenden Handlungsbedarfe erst "nach der Bundestagswahl" angegangen werden sollen, und nicht bereits auf dem Weg sind, ließ Holetschek offen.

Neben dem Gebot höherer Entgelte in der Pflege klafft seit Jahren eine deutlich Einkommenslücke zwischen der Kranken- und der Altenpflege. Die aktuelle Höhe der Lücke wie auch die künftige Perspektive bei Fortsetzung der Entwicklung der vergangenen fünf Jahre ergibt sich aus der Auswertung und Analyse aktueller unveröffentlichter Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zu den Entgelten in der Pflege, die Pia Zimmermann ausgewertet hat.

Dazu erklärt Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag:

"Die Revolution in der Pflege muss an der Finanzierung ansetzen – wir brauchen die Solidarische Bürgervollversicherung. Mit dieser werden deutlich mehr und deutlich besser bezahlte Pfleger:innen zur Lösung der Katastrophe in der Altenpflege solide finanzierbar. Damit können auch pflegende Angehörige endlich durch wohnortnahe professionelle Angebote verlässlich und dauerhaft entlastet werden. Außerdem droht ohne die Schließung der Entgeltlücke spätestens 2023, wenn die ersten generalistisch ausgebildeten Pflegefachleute die Berufsfachschulen verlassen, eine massive Wanderungsbewegung der neuen Pflegekräfte zu Ungunsten der Altenpflege. Alle Bereiche der Pflege verdienen Entlastung und Anerkennung und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Dieses Verhalten der Regierenden ist unredlich.“
 


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