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Kraftanstrengung mit Kindergrundsicherung gegen Kinderarmut

Nachricht von Dietmar Bartsch,

2,8 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung in Armut auf - das sind 21,3 Prozent aller unter 18-Jährigen in Deutschland. Fast jedes siebte Kind (13,8 Prozent) erhält demnach Grundsicherung.

"Kinderarmut in unserem reichen Land ist ein unfassbarer Skandal, weil sie Lebenschancen der Kleinsten verbaut. Es ist ein schwerwiegendes Versäumnis von Angela Merkel, bei diesem Thema nie eine entscheidende Verbesserung herbeigeführt zu haben. Wenn heute jedes fünfte Kind in Armut aufwächst, dann ist das ein Armutszeugnis für unser Land und die Bundesregierungen der letzen Jahre", kommentiert Dietmar Bartsch Ergebnisse der Studie.

Es zeichnet sich ab, dass die Folgen der Corona-Pandemie Eltern benachteiligter Kinder besonders hart treffen werden. Sie arbeiteten überdurchschnittlich in Teilzeit oder als Minijobber und gehören zu den Berufsgruppen, die als erste ihren Job verlieren und zudem kaum oder kein Kurzarbeitergeld erhalten. Zugleich fallen viele Unterstützungsangebote für bedürftige Heranwachsende weg.

Dietmar Bartsch warnt: "Die Corona-Pandemie kann zu mehr Armut von Kindern führen und unsere Gesellschaft weiter spalten. Es braucht eine nationale Kraftanstrengung, um Kinderarmut entschlossen zurückzudrängen und Familien besser zu unterstützen. Wir fordern eine Kindergrundsicherung, die dafür sorgen würde, dass die Mittel bei den Kindern angekommen."

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