Skip to main content

Klaus Ernst fordert Heinrich von Pierer auf, den Stellenabbau bei EPCOS zu stoppen

Nachricht von Klaus Ernst,

In einem Brief an Heinrich von Pierer, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG, greift der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE., Klaus Ernst die Forderungen der von Personalabbau betroffenen Beschäftigten der EPCOS AG auf. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemenstochter EPCOS, Klaus Ziegler, wird Post bekommen.

Zitat: „ich möchte die anstehende Hauptversammlung der EPCOS AG am 15. Februar in München als Anlass nehmen, Sie zu bitten, dass die SIEMENS AG als Großaktionär bei EPCOS und insbesondere auch Sie, Herr von Pierer, an den Vorstand der EPCOS AG appellieren, den geplanten Stellenabbau am Standort Heidenheim zu stoppen.

Die SIEMENS AG trägt gegenüber den Beschäftigten bei EPCOS durchaus noch eine weiterreichende Verantwortung, da EPCOS bis zum Börsengang im Jahre 1999 als Bauelementebereich ein Teil des Hauses SIEMENS war.

Von ehemals 1.500 Beschäftigten im Jahr 1999 wurde die Belegschaft auf Grund von massiven Verlagerungen ins Ausland auf heute nur noch 620 Arbeitnehmer reduziert, und jetzt plant der Vorstand der Epcos AG eine nochmalige Halbierung der Belegschaft in Heidenheim, was aus Sicht der Betroffenen das endgültige Aus für diesen Standort bedeutet.

Bitte fordern Sie die Verantwortlichen bei EPCOS auf, mit den Millionen aus dem Verkaufserlös des Geschäftsgebiets Tantalkondensatoren nicht nur andere Löcher zu stopfen und die Begehrlichkeiten der Aktionäre zu befrieden, sondern auch Arbeitsplätze zu erhalten. Auch müssen weitere Verlagerungen gestoppt und überdacht werden, zumal die bisherigen wohl nicht den erwünschten Erfolg brachten, wie unschwer am Geschäftsergebnis und dem aktuellen Aktienkurs abzulesen ist.

Es geht mir hier, sehr geehrter Herr von Pierer, um den Erhalt von Arbeitsplätzen in einer ohnehin von hoher Arbeitslosigkeit belasteten Region und um das Bestreben, den Konflikt in Heidenheim gütlich zu lösen und Eskalationen zu vermeiden.“

Briefe und Unterstützungsaktionen sind herzlich wenig, wenn es um die Existenzfrage geht. Trotzdem sieht sich Klaus Ernst verpflichtet, jedes Mittel zu nutzen. „Es ist ein Skandal, wenn sich die Belegschaftsvertreter zum Beispiel an Minister Glos wenden und nicht einmal eine Antwort bekommen“, so Klaus Ernst zur Ignoranz der herrschenden Politik.

Auch interessant