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Kinder bauen eine Stadt

Im Wortlaut von Diana Golze,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.

Vollbracht, eine Stadt erbaut: Diana Golze inmitten von 92 Kindern und ihren Helfern

Von Diana Golze

Kinder sind kreativ, abenteuerlustig, spielen gern gemeinsam an der frischen Luft und sind immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen. Im alltäglichen Geschehen werden aber oft die Interessen von Kindern nicht ernst genug genommen. Es fehlen ihnen Möglichkeiten und Räume zur Selbstverwirklichung.   Nach dem großen Erfolg der erstmals 2011 erbauten Kinderstadt folgte nun die Wiederholung. Eine Woche lang bekamen 92 Kinder im Grundschulalter die Möglichkeit, sich ihre eigene Stadt zu bauen - im wahrsten Sinne des Wortes.   Die "Stadt der Kinder" entstand so, wie die Kinder es sich vorstellten. Aus Paletten, Holz, Nägeln und Schrauben und natürlich einer Menge bunter Farbe gestalteten sie die Gebäude, die nach ihrer Ansicht zu einer Stadt dazu gehören: ein Rathaus, die Feuerwehr, ein Krankenhaus und nicht zu vergessen ein Eiscafé und neu in diesem Jahr: ein Geisterhaus, ein Tierheim und eine Gärtnerei! Die Kinder hatten freie Hand bei der Auswahl und Gestaltung der Holzhäuschen. In Gruppen von sechs bis sieben Kindern haben sie zwölf Häuser gehämmert, genagelt und geschraubt. Begleitet werden sie von 24 ehrenamtlichen Helfern – den einzigen Erwachsenen, die in die "Stadt der Kinder" durften. Diese waren aber nur für die Organisation zuständig. Die entscheidenden Personen sind die Kinder. Am Ende haben sie sich ihre eigene kleine Stadt geschaffen, in der freies Spiel möglich ist.   Gleichzeitig soll hier engagierten Berufstätigen und aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, ihr Wissen und ihre Erfahrung ehrenamtlich weiterzugeben. Ein Landschaftsplaner könnte mit ihnen überlegen, wie das Umfeld eines Wohngebietes aussehen sollte, kindgerecht versteht sich. Oder ein Malermeister, der in seiner Rentnerzeit zur Verfügung steht, um gemeinsam mit den Kindern ihrer Stadt hin und wieder einen neuen Anstrich zu verpassen? Auch handwerkliche Fähigkeiten können auf diese Weise an die zukünftigen Städtebauer vermittelt werden. Eine Ärztin könnte eine Puppensprechstunde durchführen? Vielleicht findet sich ein Richter, der mit den Kindern "vor Gericht zieht"? Es gibt unendlich viele spannende Möglichkeiten.   Finanziert wurde die Kinderstadt 2012 mit Lottomitteln vom Ministerium für Wirtschaft und Europa des Landes Brandenburg (Minister Ralf Christoffers, DIE LINKE) sowie aus Spenden durch den Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE, der Landtagsfraktion und Privatspenden. Für die Kinder war die Teilnahme inklusive warmem Mittagessen kostenfrei.

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